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The Dillinger Escape Plan - Dissociation

The Dillinger Escape Plan

Dissociation
Type: CD
Release: 14th Oct 2016
Label: Party Smasher / Cooking Vinyl
Genres
  • Math-Core
  • Metal
  • Progressive

Laut „Ben Weinman“, dem letzten Gründungsmitglied der Mathcore Pioniere aus New Jersey,  wird es wohl das letzte Album sein welches The Dillinger Escape Plan veröffentlichen werden. Nach eigener Aussage von Gitarrist „Weinmann“ im Interview mit The Independent wird sich der Fünfer nach der Tour zum aktuellen Album „Dissociation“ auflösen. Ob es wirklich so kommen wird… wird sich zeigen. Wie dem auch sei, die Nachricht ist eingeschlagen wie ein Bombe und die Freunde der extremen Musik waren etwas betrübt. Um so mehr wurde das neue Album „Dissociation“ herbei gesehnt und die Erwartungen sind logischerweise nun um so höher, was wird uns TDEP als letztes Album um die Ohren hauen…

Wie man es von dem 5er aus den Staaten gewöhnt ist wird auch das letzte Album neue Facetten mit sich bringen, schließlich gleicht kein Album dem anderen. Das nächste und zugleich letzte Werk nach dem großartigen „One of us is the killer“ Album von 2013  soll also die Reise beenden… „Wow das muss der absolute Hammer werden“… Das dachten sich wohl viele Fans der Mathcore Pioniere… Ist dem denn auch so? Eins vorne weg, das Album ist wie erwartet wieder abwechslungsreich, es treffen wieder unterschiedliche musikalische Welten auf einander von denen man gedacht hat das man Sie nie mit einander kombinieren könnte, ja es ist wieder chaotisch aber bringt auch harmonische weniger wilde Passagen mit sich. Alles in allem das was man auch erwartet hat. Das die Musik der Herren aus New Jersey mehr als ein Paar Durchläufe benötigt steht außer Frage, das ist klar, genauso wie die Tatsache das man offen sein muss für die Art von Musik, sei es Methcore, die progressiven Einflüsse oder gar die andersartigen Klänge und Gegensätze. All das ist natürlich gegeben aber dennoch ist die Ausbeute nicht ganz  so hoch wie es beim Vorgänger, oder gar den älteren Alben der der Fall ist. Für mich ist der Vorgänger „One of us is the killer“ die gelungene Mixtur aus dem gewohnten Chaos und einem neuen, homogeneren und eingängigeren Songwriting.

Tja und jetzt, was bedeutet das? Ganz einfach, das neue Album wird den Vorgänger nicht toppen können, auch summa summarum platziert sich das neue Album nicht auf gleicher Augenhöhe mit „One of us is the killer“. Aber bekanntlich sind diese Vergleich immer subjektiv und jeder bildet sich seine eigene Meinung. Bei einem wird sich die Mehrheit jedoch einig sein… Die beiden elektronischen Tracks werden nicht als die Highlights hängen bleiben. Aus technischer und aus musikalischer Sicht durchweg gutes Soundfrickelzeugs. Einer der beiden weißt dennoch wirklich klasse auf, aber dazu unten mehr.

Aber jetzt zu dem was wirklich zählt… TDEP Songs bei denen man auf jeden Richtungswechsel vorbereite sein muss, wenn das überhaupt geht. Der Opener „Limerent Death“ kommt mit einem dicken Riff daher was wirklich groovt, gefolgt von dem typischen Chaos. Der zweite Song „Symptom of Terminal Illness“ ist für mich eins der Highlights auf dem neuen Album. Ein schön ausgewogener Song mit klasse Gesanglinien und eher etwas homogener gestrickt, weiter entfernt vom gewohnten Chaos und hätte auch auf dem Vorgänger Album einen guten Platz gefunden. Beim dritten Song „Wanting Not so much to as to“ wird aber direkt wieder in die Vollen gelangt und über die gesamte Länge des Songs vereinen sich vieles zu einem abwechslungsreichen Song der schwer nach vorne geht um einen dann in der Mitte mit dem Unerwarteten zu konfrontieren, ein klasse Part der etwas die Luft raus nimmt um sich dann in ein Midtempo Epos zu steigern und mit einer spitzen Vocal Line aufwartet. Der vierte Song „Fugue“ ist ein Ausflug in die elektronische Ecke und ist eine wilde Mixtur aus Drum ‚n‘ Bass, Dubstep und Ambient. Nach knapp 4 Minuten geht es dann aber wieder mit einem weiteren Highlight ordentlich zu Sache. Den „Low Feels Blvd“ bietet alles was ein geiler TDEP Song haben muss inkl einem abgefahrenen Free Jazz Part der sich zu einem richtigen Monster aufbaut um dann im totalen Chaos zu versinken. Selbiges gilt für den nächsten Song „Surrogate“ Abgefaktor gepaart mit dem Unerwarteten Break das wieder einen Ausflug in die abstrakte Jazz Welt bietet, gefolgt von einem nicht weniger abstrakten Part der dann seinen Höhepunkt in ein großartigen Midtempo Part inkl einer tollen Gesanglinie findet. Ein weiterer durch aus guter Song ist mit Sicherheit „Honeyuckle“ der gegen Ende ein schräger Breakdown Part zum besten gibt. Der zehnte Song „Manufacturing Discontent“ zählt für mich auch zu den Highlights und glänzt mit Abwechslungsreichtum, mal zackig, mal groovy oder gediegenen. Mit „Apologies Not Included“ zeigen sich die Herren von Ihrer besten Hookline Seite, großes Kino in der Stimmung und gepaart mit virtuosen Lead Gitarren Läufen. Der Gesang bei diesem Song ist spitze. Im Vorletzten Song zeigen sich TDEP von einer anderen Seite, ein toller Song den man so evtl nicht erwartet hätte, wenn auch Chaos in den Gitarren vorliegen, sind diese im Mix weit hinten angesiedelt und lassen viel Luft für epische und tragende Gitarrenwände und harmonische Gesangspassagen. Der Abschluss macht dann wieder ein elektronisches Werk das auf eine gewisse Weise auch von Chino Moreno’s großartigen Sideproject „Crosses“ hätte stammen können. Sind die ersten 1-2 Minuten des Titeltrack noch unspektakulär entwickelt sich der Track durch die Gesangspassen zu einem tollen Stück, zumindest was den Gesang und die Stimmung der Sounds angeht. Das Break ist wieder belanglos um dann mit read Drums und einer weiteren Gesanglinie die schön harmonisch daher kommt den Song langsam zum Ende bringt.

Also ein paar Highlights hat das Album also doch, es ist nicht durch die Bank stimmig aber… was bedeutet Stimmig schon bei einer Band wie The Dillinger Escape Plan. So weit so gut, erschienen ist das neue Album über Ben Weinmanns Label Party Smasher in Zusammenarbeit mit Cooking Vinyl und ist seit dem 14.10.2016 in den Ladenregalen zu finden. 

Autor: Pierre

Tracklisting

  1. Limerent Death
  2. Symptom Of Terminal Illness
  3. Wanting Not So Much To As To
  4. Fugue
  5. Low Feels Blvd
  6. Surrogate
  7. Honeysuckle
  8. Manufacturing Discontent
  9. Apologies Not Included
  10. Nothing To Forget
  11. Dissociation

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Magazine established by Pierre Brost in 2003 with Michael Hohmann
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