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Periphery - III Select Difficult

Periphery

III Select Difficult
Type: CD
Release: 22nd Jul 2016
Label: Century Media / Sumerian Records
Genres
  • Djent
  • Progressive

Knapp ein Jahr ist vergangen und schon melden sich die Herren von Periphery aus Maryland schon wieder zurück mit einem neuen Werk. Mit Ihrem Doppelt Album „Juggernaut: Alpha & Juggernaut: Omega“ haben die 6 Herren von der Ostküste zu letzt bewiesen das Sie Ihren eigenen Sound noch weiter festigen konnten und um so mehr zu einer Einheit verschmolzen sind. Wie bei diesem talentierten Line-Up nicht anders zu erwarten war, wandelt es sich auch nicht zum negativen. Wobei es im Vergleich zum Vorgänger Doppel Album nicht all zu viele Erneuerungen gibt, merkt man dennoch das die Bindung der Herrschaften, was Songwriting, Ideen und Sound-Vorstellungen angeht, sich um so mehr als eine Einheit präsentiert. 

Mit Periphery III, dem bis dato 4. Longplayer, neben den zwei EP’s „Clear“ und „Icarus“, machen Mansoor, Holcomb, Halpern, Bowen, Getgood und Sotelo kaum ein neues Fass auf, Sie sind weiterhin sehr kreativ, technisch bestens versiert, mögen es progressiv im Songwriting, sind dem Dient verfallen und… Sotelo hat immer noch den Hang zum poppigen im cleanen Gesang den Refrains, und dies sogar noch etwas mehr als man es von den Vorgängern gewöhnt war. Ob man das jetzt mag oder nicht, gehört es doch zur Band wie das typische Gitarrenspiel der Herrschaften Mansoor, Bowen und Holcomb. Für meinen Geschmack und Sinn für Ausgewogenheit verrichtet Sotelo seinen Job meist zu viel, so das der instrumentale Teil öfters mal verdeckt ist, und haut mittlerweile auch recht viele poppige Refrains und Strophen raus, die dem Ganzen einen gewissen „Lalalala“ Charakter verleihen. Soweit so gut, mit unter gibt es natürlich auch klasse Passagen in seinen Gesanglinien die den Song ganz Groß machen. Wie dem auch sei es wäre nicht das erste Album wo sich die Geister im Bezug auf Sotelo scheiden.

Mit 11 Songs ist das Album gut bestückt und für jeden wird was dabei sein, denn es hat seine Höhepunkte aber auch Tiefpunkte wie ich finde. Der Beginn ist mit den ersten zwei Songs eher „Voll auf die Fresse“. In den beiden Songs „ The Price is Wrong“ und „Motormouth“ zeigen Sie Ihre technische Versiertheit, halt großes Kino das auch komplett ohne Clean Gesang auskommt. Aber dennoch, es ist in meinen Ohren kein Album was sich bei mir als Hörer komplett verinnerlicht, auch nicht beim mehrmaligen durchlauf. Es gibt Songs die gehen direkt ins Ohr und gefallen, aber leider auch der ein oder andere der durch Elemente, die natürlich Geschmacksache sind, erst gar nicht zünden oder dadurch an Interesse verlieren. Hier spiele ich z.B. auf die symphonischen Einflüsse an die beim Song „Marigold“ zu finden sind, des Weiteren ist der Song leider irgendwie doch recht flach, wenn er auch einen guten Refrain mit sich bringt, der zwar etwas verpoppt erscheinen mag, aber dennoch seinen Reiz hat. Es ist dann scheinbar doch eher der Song für die weiblichen Fans ;-) Leider scheint dies auch beim 4. Song „The Way The News Goes“ der Fall zu sein, wenn er auch wirklich geil anfängt und mich der Gitarren Sound und Spielweise an Bands wie „Scale The Summit, Plini, etc“ positiv erinnert, echt cool, macht spätestens der Refrain meiner Freude an dem Song einen Strich durch die Rechnung. Aber Sonst ein wirklich guter Song der ein cooles Piano Outro mit sich bringt. Der 5. Song „Remain Indoors“ kommt ordentlich daher in allen Belangen, inkl einem weniger poppigen Refrain. „Habitual Line-Stepper“ ist der 6 Song und geht richtig gut zur Sache und strotzt nur so vor Spielfreude. Das Songwriting in dem Song ist auch wirklich sehr gut gelungen inkl einem schönen lang gezogenen Break was gediegen da her kommt, leider aber zum Ende hin wieder komische symphonische Einflüsse in sich verbirgt, die aber nur ganze zwei Takte als Überleitung zum nächsten Part zu hören sind, also eine quasi überflüssige Einlage. Aber danach geht's dann auch gleich wieder ordentlich weiter. Der nächste Song „Flatline“ lebt dann wieder vom Gesang, der wie zu erwarten dann doch leider wieder sehr dominant und poppig daher kommt aber sich auch genau deswegen wohlmöglich festsetzten könnte in den Gehörgängen. Jetzt kommen wir zu meinem einzigen durchgehenden Highlight auf diesem Album. „Absolomob“ der mit einem geilen Tesseract artigen Bass, Rhythmus und Arrangement beginnt, auch was die Fortsetzung angeht sich sehr tief im Tesseract Fahrwasser befindet. Natürlich geben Periphery dem Song ihre eigene Note, quasi Tesseriphery, ein wirklich sehr geiles Stück, 7:44 Minuten, ganz Großes Kino von Anfang bis Ende. Nun ja ich weiß nicht genau was ich vom nächsten Song „Catch Fire“ halten soll. Instrumental gut und interessant aufgebaut, aber gesanglich inkl Rap-Einlage eher fragwürdig. Beim 10 Song gibts dann mal wieder ordentlich was auf die Ohren in alter Periphery Manier und beim letzten Song „Lune“ nehmen Sie dann die gesamte Power raus und kommen fast mit einer Ballade um die Ecke.

Als Fazit bleibt hängen, technisch wieder erste Sahne, Songwriting gut aber etwas durchwachsen, Gesanglich meist zu viel Poppige Anleihen, hat aber dennoch wirklich gute Momenten, wenn diese aber auch nicht in Überzahl vorliegen. Ich finde dass das Album instrumental wirklich sehr gelungen ist, aber der Gesang ist stellenweise echt grenzwertig, und normalerweise mag ich clean Gesang sehr, wenn es der richtige ist, und dieser kann Sotelo auch, das hatte er schon bewiesen. Hier ist dennoch für jeden etwas dabei, kommt für mich aber nicht an das letzte Album ran. Es wäre evtl doch besser gewesen mal 2 Jahre ins Land ziehen zu lassen und sich somit etwas freier zu machen, und dann frisch ans Songwriting ran zu gehen. 

Autor: Pierre

Tracklisting

  1. The Price Is Wrong
  2. Motormouth
  3. Marigold
  4. The Way The News Goes
  5. Remain Indoors
  6. Habitual Line-Stepper
  7. Flatline
  8. Absolomb
  9. Catch Fire
  10. Prayer Position
  11. Lune

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