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RecommendOpeth - Pale Communion

Opeth

Pale Communion
Type: CD
Release: 22nd Aug 2014
Label: Roadrunner Records
Genres
  • Prog-Rock

Mit "Pale Communion" erscheint diese Woche eines der Alben für 2014 auf das die Metal und die Prog Welt seit Bekanntgabe der VÖ Dates sehnsüchtig wartet. Das neue Opeth Album um Frontmann und Mastermind "Mikael Åkerfeldt" sollte eigentlich schon einige Monate früher erscheinen, was aber aus irgendwelchen Gründen zwischen dem Label und der Band nicht funktioniert hatte. Aber jetzt ist es endlich soweit. 

Fangen wir jedoch ganz am Anfang an, um die musikalische Bandbreite dieser Ausnahme Band etwas zu durchleuchten. (Wer darauf kein Bock hat, soll einfach weiter runter Scrollen) Opeth, eine Band die sich auf jedem Album, und das sind in der Bandgeschichte ja doch schon einige, immer wieder weiter entwickelt. Begonnen mit den frühen Alben von 1994 "Orchid" und "Morningrise" 1996 sowie "My arms your hearse" was nur ein Jahr später erschienen ist. Dann die zweite Phase die Opeth mit "Still Life" 1999 sowie "Blackwater Park" 2001 und "Deliverance" 2002 eingeläutet haben. Und dem "Damnation" Album von 2003 was Sie zwar zur selben Zeit aufgenommen haben wie "Deliverance" aber welches in eine ganz andere Richtung ging bis hin zu den Alben "Ghost Reveries" von 2005 und "Watershed" was 2008 veröffentlicht wurde. 

Alle diese Alben, mal abgesehen von "Damnation" waren progressive Death Metal Alben, in allen Alben hatten Opeth immer wieder Parts eingebaut die komplett in die andere Richtung gehen, fern ab vom Death Metal, und die schon immer mit Growls und Clean Gesang Passagen beinhaltet haben. Das ist es was diese Band ausmacht, Opeth bringen einfach das in Ihre Songs mit ein was "Sie" für richtig halten und worauf "Sie" Lust haben, egal ob das jetzt für den Zuhörer auf Anhieb funktioniert oder erst beim mehrmaligen hören zündet. Wie Mikael in einem älteren Interview mal so schön gesagt hat… "Wir machen in erster Linie Musik für uns, und wenn das jemanden gefällt freut uns das um so mehr!" Und ich muss ihm Recht geben, diese Ansicht von einer gewissen Selbstverwirklichung ist das was für mich richtige Künstler ausmachen, nicht mit dem Strom schwimmen, das machen worauf sie Lust haben, sich nicht von Labels, Management und Medien in eine Ecke drängen lassen und sich vorschreiben lassen was sie musikalisch zu machen haben um möglichst viele Alben absetzten zu können. 

Mit ihrem letzten Album haben Opeth für sich einen wirklich neuen Weg eingeschlagen, ein Weg den nicht jedem Metalhead aus der Opeth Fangemeinde geschmeckt hat. Die Schweden waren schon immer "Progressive" in dem was sie gemacht haben und somit sind die Metalheads im Opeth Lager natürlich auch einiges gewöhnt von Herrn Åkerfeldt und seinen Kollegen. Jetzt kommen die Herren mit Ihrem neuen Meisterwerk "Pale Communion" an den Start. Ein Album auf das Metaller und Progrock Fans gewartet haben. Aber ich befürchte das die strickte Metallgemeinde hier wieder enttäuscht wird, so wie es vielen vor zwei Jahren mit Heritage ging. Als Opeth Fan muss man auf alles gefasst sein, und am besten fühlt man sich in beiden Lagern bestens aufgehoben. Denn dann wir man von Opeth nicht enttäuscht. 

Nach Heritage war mir klar dass das die neue Richtung sein wird die Opeth in den nächsten Jahren einschlagen wird. Sie werden sich weiter entfernen vom Deathmetal und mehr auf den 70ties Sound setzten, egal ob das musikalisch ist, oder den Gesamtsound angeht. Heritage selber hatte ja bis auf den Song "Devil's Orchard" kaum noch einen Heavy Anteil den man aus den frühen Alben kannte. Und somit bildet "Heritage" die Brücke zum neuen Opeth Album "Pale Communion". Für einer wie mich, der sich in beiden Welten sehr wohl fühlt, ein weiteres Meisterwerk was sich in die Reihe vieler Opeth Werke einreiht. 

Mit "Pale Communion" gehen Opeth den Weg den sie mit "Heritage" eingeläutet haben konsequent weiter und haben sich zusammen mit Åkerfeldt's Seelenverwandten "Steven Wilson" erneut den passenden Mann mit ins Boot genommen und das Album ins rechte Licht gerückt. Wilson der seit "Blackwater Park" schön öfters mit den Schweden gemeinsame Sache gemacht hat konnte auch hier wieder einen exzellenten Job abliefern. Und die Zusammenarbeit funktioniert scheinbar Blind und was dabei raus kommt ist quasi schon klar. Progheads unter sich!!! Åkerfeldt hatte schon 3 Songs fertig die etwas in die Watershed Richtung gehen, aber diese hatten am Ende Fredrik Åkesson nicht gefallen, somit hat er zusammen mit Basser Martín Méndez von vorne angefangen. Und raus gekommen ist ein weiteres Prog-Album was großartige Songs beinhaltet die das komplette Spektrum komplett abdecken. Von Heavy bis hin zu gediegenen Songs enthält "Pale Communion" alles was das Herz begehrt. Alles außer Deathmetal und Growls. "Cusp of Eternity" ist wohl der Song mit dem meisten Heavy-Anteil, gefolgt von "Eternal Rains Will Come" und "Voice Of Treason" die dann schon einen recht hohen 70ties Prog-Anteil mit sich bringen. Komplexe Songstrukturen und Kompositionen sind genauso enthalten wie der ein oder andere einfach gehaltene Song. Die wundervollen mehrstimmigen Vocal-Lines und melodische Hooks in den Refrains runden das Gesamtwerk ab. 

Mein Fazit ist kurz und bündig. Ein erneutes Meisterwerk der Schweden, ein Ohrenschmaus für Prog-Fans und ganz großes Kino. Auch wenn ich insgeheim selber gerne wieder etwas mehr Death-Anteil gehabt hätte, war es mir klar dass das die logische Konsequenz der neuen Opeth Ära sein wird, als Opeth vor zwei Jahren mit "Heritage" um die Ecke gekommen sind und die Prog-Fraktion mit einem unglaublichen Album bescherte. 

Alle Songs wurden Mikael Åkerfeldt und Martin Méndez geschrieben und von Steven Wilson produziert und gemastert. Aufgenommen wurde diesmal nicht in den Abbey Road Studios sondern in den Rockfield Studios in Monmouthshire nähe Monmouth in Wales. Das Artwork hat natürlich wieder mein lieblings Grafiker Travis Smith gestaltet, der ja schon so einige Opeth Alben visuell umgesetzt hat. Erscheinen wird das Album wie gehabt über Roadrunner Records am kommenden Freitag den 22.08.2014. Es kann natürlich schon seit einiger Zeit auch schon im Opeth Shop oder bei EMP als Special Package vorbestellt werden. 

Im Oktober kann man sich davon auch live überzeugen
24.10.2014, Stuttgart, LKA Longhorn
25.10.2014, Köln, Live Music Hall
26.10.2014, Berlin, Huxleys Neue Welt
31.10.2014, München, Theaterfabrik
08.11.2014, Hamburg, Große Freiheit 36

 

 

Autor: Pierre

Tracklisting

  1. Eternal Rains Will Come
  2. Cusp Of Eternity
  3. Moon Above, Sun Below
  4. Elysian Woes
  5. Goblin
  6. River
  7. Voice Of Treason
  8. Faith In Others

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  • The New Opeth
  • Steven Wilson
  • Jethro Tull And Other 70ties Prog

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