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Katatonia - The Fall Of Hearts

Katatonia

The Fall Of Hearts
Type: CD
Release: 20th May 2016
Label: Peaceville Records
Genres
  • Progressive
  • Dark Metal
  • Atmosphere

Mit „Dead End Kings“, dem herausragenden Album der „neuen“ Katatonia’s von 2012 haben sich die Schweden die Messlatte sehr hoch gelegt. Mit diesem Album haben Sie sich in eine neue Richtung bewegt, die alte Elemente aufgegriffen und mit viel neuen Einflüssen, Instrumenten und progressiveren Songwriting erstklassisch weiterentwickelt. Die Geister mögen sich auch hier wieder geschieden haben, einige Fans von älteren Alben, bis hin zur „The Great Cold Distance" oder auch noch bis zur „Night Is the New Day“ waren von der Entwicklung auf „Dead End Kings“ wohl möglich nicht so begeistert. Es gibt aber auch genug alteingesessene die damit völlig klar kommen und akzeptieren das eine Band sich über die Jahre einfach weiter entwickeln und neue Türen aufmachen muss, um für einen persönlich den Spass an der Musik nicht zu verlieren. Und genau das ist der springende Punkt, man wird nicht alle Fans glücklich machen können. Und je mehr eine Band sich diesem Bewusst wird um so freier wird sie sich auf Ihre eigenen Interessen einlassen und Ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

Und genau das haben Katatonia auch wieder auf Ihrem neuen Album „The Falls Of Hearts“ gemacht. Sie knüpfen an „Dead End Kings“ an und machen unbefangen der Kritik so weiter wie Sie sich es sich vorstellen. Ganze 4 Jahre haben Sie keine neuen Songs veröffentlicht. Waren aber in der Zeit nicht gerade untätig. Ihr akustisches Live Album „Sanctitude“ ist eine herausragende Interpretation Ihres musikalischen Schaffens. Weitere Veröffentlichungen in dieser Zeit waren u.a. Dethroned & Uncrowned, die Remixes von „Dead End Kings“ bei denen Frank Default, der über die letzten Jahre Katatonia’s Mann für die Keyboards war, mit weiteren Interpretationen verewigt hatte, sowie eine normale Live CD mit dem Titel „Last Fair Day Gone Night“. Kommen wir aber jetzt endlich zum neuen Album „The Fall Of Hearts“, das erste Werk ohne Langezeit Drummer „Daniel Liljekvist“ so wie Gitarrist, Sound und Technik-nerd „Per „Sodomizer“ Eriksson“ der die Band von 2009-2014 begleitete. Für das neue Album haben Renske, Nyström und Sandin in Daniel Moilanen einen neuen Drummer gefunden. Die zweite Gitarre ist bisweilen noch nicht gesetzt, ein paar Lead Solo Gitarren wurden von Roger Öjersson (Tiamat) eingespielt der auch Live für Katatonia die zweite Gitarren spielt. 

Das neue Katatonia Album „The Falls Of Hearts“ ist voll gepackt mit 12 Songs, die wie oben schon beschrieben stilistisch an das „Dead End Kings“ Werk anknüpfen. Viel neue Einflüsse sind diesmal nicht zu finden, rhythmisch ist das Songwriting in dem ein oder anderen Part etwas vertrackter als man es vom Vorgänger her gewöhnt war, sprich an Ihrer Progressivität im Songwriting wurde weiter gearbeitet. Gesanglich ist es das typische Renske Ding, wobei auch er an der ein oder anderen Stelle mit der Phrasierung experimentiert, aber im großen und ganzen ist der Gesang schön melancholisch wie es erwartet wird. Das Wechselspiel von gediegenen und harten Gitarrenparts ist schön ausgewogen und machen die Songs in sich rund und stimmig. Etwas herausstechen tut der 10 Song „The Night Subscriber“, bei dem geht es in der Mitte mal etwas heftiger zur Sache als bei den restlichen Songs, aber auch dieser findet gegen Ende wieder das mittlerweile gewohnte Katatonia Feeling. Aber auch der 12. Song „Passer“ bricht etwas aus dem gewohnten Feeling heraus, zumindest stellenweise wird’s härter als gewohnt, aber auch hier finden die Herren wieder zu ihrem gewohnten Sound zurück.

Das Fazit vom neuen Album… Bei „Dead End Kings“ hatte man was Instrumentalisierung und das Gesamtbild das Gefühl eines wirklichen Konzeptalbums, wenn dies auch nicht so von den Schweden als solches betitelt wurde. Beim neuen Album fehlt dieses Gefühl etwas, was aber auch damit zu tun haben kann das Katatonia dieses mal etwas weniger mit Keys Sound und Effekten zu Werke gegangen sind. Alles in allem ist auch das neue Album gespickt mit großartigen Songs und Passagen die einen tief in die melancholische Stimmung eintauchen lassen. An „Dead End Kings“ kommt es jedoch im Gesamten ,meiner Meinung nach, nicht wirklich ran. Obwohl der Output wirklich gut ist, zieht man natürlich immer seine Vergleiche und bezieht sich auf seine Benchmarks, die beim weiterentwickelten Sound der Schweden natürlich stark an „Dead End Kings“ und an „Night is a new day“ gemessen wird. Rund um haben die Herren es auch dies mal wieder geschafft großartige und stimmungsvolle Songs zu schreiben.

Autor: Pierre

Tracklisting

  1. Takeover
  2. Serein
  3. Old Heart Falls
  4. Decima
  5. Sanction
  6. Residual
  7. Serac
  8. Last Song Before The Fade
  9. Shifts
  10. The Night Subscriber
  11. Pale Flag
  12. Passer

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