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07th
Jul 03

With Full Force

With Full Force-1
EN Roitzschjora

Roitzschjora / Löbnitzs (Leipzig) : Hardcore & Schwermetall

Ein mega Event der Extraklasse. Die Besucherzahl war überwältigend. Eine genaue Zahl kann ich euch nicht nennen so ca. 100.000 sind es aber schon gewesen oder sogar mehr. Der Andrang bildete eine ca. 3-4 Km lange Autoschlange, die mitten in der Nacht vom Donnerstag auf Freitag durch einige kleine Orte führte (ich glaube die Bevölkerung wurde schon vorher evakuiert). Ich hatte es mir währenddessen im Wohnzimmer des Chevyvan's bequem gemacht und ein wenig entspannt. Stellt euch das mal vor, hunderte von Autos und aus jedem Wagen dröhnte eine andere Gitarren-Mucke. und das ganze dauerte noch bis Freitag Abend an.

Als wir dann nach ca. 4 Stunden für 3 Km Wegstrecke, es endlich auf den Camping-Platz geschaft haben, war es schon Freitag Morgen 6:00 Uhr. Eine gigantische Fläche füllte sich, Wagen an Wagen aufgereiht, waren Schwer-Metaller, Hardcore-Freaks, Punks etc. am Start und ein große Party hat begonnen. Zelt und Grill wurden aufgebaut und das Bier ging runter wie Wasser. Also ein gutes Ohmen fürs Festival-Wochenende.

Nun mußte ich mir nur noch meinen VIP/Presse-Ausweis abholen gehen und es konnte starten. Yeahh, letz Rock on With Full Force 2003. Um 14:00 war es dann soweit, die Security öffneten die Gateways zu den 2 Bühnen. Es gab wie die Jahre zuvor wieder das Hardbowl-Zelt und die große Bühne im Freien. Neben vielen Merchandise-Ständen und Essens-Ständen tümmelten sich tausende von Leuten, die sich konstant in richtung Hauptbühne und Hardbowl bewegten.

Dann war es endlich soweit, die Bands legten los. Da es sehr viele Bands waren, werde ich euch jeweils nur kurz über die nennenswerten Bands/Gigs etwas was erzählen.

Caliban hat direkt am Anfang schon mächtig gas gegeben und die Meute eingeheizt, Der Sänger hat sich mal wieder die Seele aus dem Leibe geschriehen.

Sick of it all waren wieder souverän und haben einiges von den älteren Alben gespielt, wie zbs. die Knaller „ We Stand Alone“ und „Just Look Around“.

Madball haben einen Tag vorher im Homburger Juz gespielt und jetzt auf dem WFF. Einen erstklassigen Gig haben sie abgeliefert und die Hardcore Fans sind voll auf Ihre Kosten gekommen.

Youth of Today beglückten uns mit Ihrem einzigsten Gig dieses Jahr in Deutschland und dementsprechend haben sie auch gerockt, als ob es der letzter Gig der Band sei.

Wo wir gerade bei letzter Gig in der Karriere sind.
Rykers hatten sich entschlossen Ihr letztes Konzert zu geben. Dementsprechend lange hatten sie auch gespielt und die Fans haben sie gefeiert wie verückt. Dort gehen sie hin, die Band die mit Soia früher die Harcore-Szene in Wallung hielt.

Dischrage, eine Band die neben Agnostic Front die Szene geprägt hatten war erfreulicherweise auch mit am Start und lieferten ebenfalls Ihren einzigsten Gig in Deutschland ab, der sich wirklich sehen und hören lassen konnte.

Es war noch eine weitere Band angereist die schon Jahre lang zu der Créme de la Creme im Hardcore-Biz zählen. Slapshot, die Jungs mit den Eishockeymasken, haben wieder Hardcore der Extraklasse über die mächtigen Boxen-Anlage des FullForce übertragen und alle damit glücklich gemacht.

Aus dem Hardcore-Bereich ist dann auf jeden Fall noch Born from Pain und Most Precious Blood zu nennen. Ja das FullForce hatte mächtig aufgefahren, was Hardcore angeht und damit so einige Bands zusammengetragen, die die Szene repräsentierten und geprägt haben.

Jetzt kommen wir zu einer meiner lieblings Hardcore Band.
Hatebreed waren da, Yepa Hey, das konnte nur geil werden und so ist es auch geschehen. Hatebreed haben richtig massiv reingehauen. Mit harte Gitarren-Riffs, einem Drive an den Drums und einer brachialen Voice haben sie den Pogotanzenden Hardcore Freaks gut eingeheizt, incl. Mir. Ich habe im Pitt nix mehr ausgehalten, es ging voll ab. Sowas habe ich selten erlebt ! Von Anfang bis Ende des Gigs war eine bombastische Stimmung unter den Fans, denen es alle sichtlich Fun macht, heute mal heftisch zu pogen und zu rocken. Bei Songs wie „A call for blood“ und „I will be heard“ kann man einfach nicht ruhig rumstehen. Abgehen war angesagt, und es hat jeder verstanden seinen Teil dazu beizutragen.

Nicht nur bei Hatebreed war abgehen angesagt, sondern auch bei den Raging Speedhorn hat mächtig der Bär getanzt zu ein brutalen Sound mit 2 Sängern. Prong, die abwechlungsreichen Jungs hatten einen super Gig hingelegt, Die Musik ist echt erste Sahne und hat mich auch gut zum rocken gebracht. Leider waren nicht soviele Leute in Movement geraten, wie es hätte sein können. Dies hatte aber auch damit zu tun, daß sich viele Bands im Line Up überschnitten.

Zu Clawfinger kann ich nur sagen „früher war alles besser“. Es hatte den Anschein, daß die Band musikalisch ein wenig unkoordiniert ist. Der ein oder andere kleine, große Patzer war zu hören aber leider nur wenige alte Songs (die wirklichen Knaller). Als ich sie 1992 hörte waren Sie echt genial und ein eingespieltes Team, aber vielleicht hatten Sie heute nur einen schlechten Tag.

Jetzt kommen wir zu den Schwermetallern. Das LineUp war einfach der absolute Metal Heaven. Die FullForce Crew weiss genau, wie sie das Publikum glücklich machen.

Soulfly, die Band um Max Cavalera (ex Frontmann von Sepultura), war einfach genial brachial und tribalmäßig unterwegs. Wow, das hat mich echt gerockt ! Dann spielten sie auch noch alte Songs von Sepultura, und ich muß sagen, die Songs haben mir besser gefallen, als wenn Sepultura sie selber spielte. im letzten Song bewies die Combo, daß Sie auch kulturelle Musik aus Ihrem Land beherschen. Sie haben die Buschtrommel ausgepackt und der Tribalbeat hat den Gig einfach nur genial abgerundet. Respect !

Dann waren die Industrial-Rocker Ministry auf der Bühne zu sehen. Wie immer sind Sie mit 2 Schlagzeugen am Start gewesen und haben korrekt die Trommel gerührt. Mit Songs wie „Just one Fix“ und „Jesus Build my Hotrod“ hatten sie die Meute im Griff und es gab mächtig was auf die Mütze.

Anthrax, die versunkenen Mosh-Heros um Scott Ian aus NY, sind dieses Jahr mit Ihrem neuen Album „We've come for you All“ on Tour und sorgen auf dem FullForce für ein Mega Jumpup unter dem Publikum. „I'am The Man“ und „Antisocial“ sowie „Keep it in the Family“ und dem Joe Jackson Cover „Got The Time“ haben die Fans an alte Zeiten erinnert und dem Moshen waren keine Grenzen mehr gesetzt. Das hat richtig Fun gemacht diese Band wieder einmal zusehen. Was keiner erwartet hätte, nach 5-6 Jahren Pause, machen Sie immer noch so einen Alarm wie zu früheren Zeiten.

„Welcome FullForce, we are Sepultura and come from Brasil“
ertönte es aus den Monster Boxen der Hauptbühne. Es war soweit. Sepultura, die Trashmetal Combo aus dem fernen Land, war nun an der Reihe. Vor der Bühne entstand, innerhalb von Minuten, ein gigantischer Hexenkessel, dem niemand mehr entkommen konnte. Ein Hit nach dem anderem peitschte einem um die Ohren und zog jeden in den Bann. Igor Cavalera, der Bruder von Max (Soulfly's Frontmann) hat es raus. Ein Meister an seinen Drums ! Es macht einfach Fun diesem Mann zu beobachten, wenn er den typischen Sepultura Drive produziert. Ebenso wie die Gitarren-Riffs, die absolut nur typisch für Sepultura sind und maßgeblich am Erfolg dieser Band beteilig.

Es war soweit, die letzte Band fängt nun an !
Es wurde schnell klar wer das sein wird, wie unschwer an den Rufen der Fans zu erkennen war. „Slayer, Slayer, Slayer“ ! Jawoll, Slayer die Könige des Trash/Speed-Metals. Wer diese Band schon mal Live erleben durfte, weiss genau was einen nun erwartet und die Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Die Band um Kerry King legte direkt zu Anfang schon mächtig los. Was ein Sound, sowas von fett und excelent abgestimmt sorgte dieser für ein gute Stimmung unter den Leuten. Jetzt gab es kein zurück mehr, jeder hatte ca. 1m² Platz für sich auszutoben, wobei die Standorte sekundlich wechselten, durch das megamäßige Pogo und Gerangele. Es war der absolute Hammer, was diese Band mit der Masse veranstaltete. Bang your Head war angesagt und das bei ca 100.000 ++ Besuchern. Eine mächtige Headbanger Wall wurde aufgebaut, dort hat es keinen mehr halten können. Songs wie „Manditory Suicide“ und „Angel of Death“, sowie viele weiteren Knaller, hatten Sie im Programm. Ein monströser Gig war gerade im Gange, ein Hit nach dem anderen dröhnte aus den Boxen und die Stimmung war am Siedepunkt angelangt.

Also, wer dieses Festival verpasst hat, sollte sich umbedingt beim nächsten Event nach Leipzig begeben. Der weite Weg zahlt sich auf jedenfall aus und ist eine Reise wert.With Full Force, das wohl größte Hardcore/Metal-Event was Deutschland zu bieten hat.

Leider konnte ich keine Official Fotos und Interviews machen, da man die Genehmigung der einzelnen Bands und Lables haben mußte. Jedemenge Bilder findet Ihr aber unter dieser Adresse WithFullForce.de Für das nächste Full Force werde ich mir diese Genehmigungen besorgen.

Autor: Pierre
Magazine established by Pierre Brost in 2003 with Michael Hohmann
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