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12th
Sep 12

Wacken 2012 Nachbericht

W:O:A - WACKEN OPEN AIR 2012
EN Wacken

W:O:A - WACKEN OPEN AIR 2012

W:O:A - WACKEN OPEN AIR - 02. - 04. August 2012

(Nachbericht: Volker & Toni Gunner)

Wacken 2012 startet erstmal mit der Ansage bitte nicht anzureisen – zumindest nicht schon am Montag, den 30. Juli. Die durchnässten Wiesen sollten noch etwas geschont und trockengelegt werden. Am Dienstag ging es dann aber los und mindestens 75.000 Metaller strömten zum 23. W:O:A. Mittwoch musste noch die mittlerweile riesige Auswahl von Aktivitäten, wie etwa die Merchandise-Stände, der Metal Markt, das Wackinger Areal, das neue Thrash of the Titans Field, das Fußballfeld, das Movie Field oder der Bull Head City Circus genutzt werden, um das Publikum zu beschäftigen. Am Donnerstag ging es dann richtig los mit Musik. 130 Bands auf sieben Bühnen.

Wacken 2012, Photo: Toni Gunner

Wacken 2012
Photo: Toni Gunner

Wacken 2012, Photo: Toni Gunner

Wacken 2012
Photo: Toni Gunner

Wacken 2012, Photo: Toni Gunner

Wacken 2012
Photo: Toni Gunner

 
Eigentlich kann man locker von zwei nahe beieinander liegenden Festivals sprechen. Die beiden Bühnen W.E.T. Stage und Headbangers-Stage im neuen gigantischen Bull Head City Circus Zelt (110 m x 60 m Grundfläche) sind so groß wie die Hauptbühnen von so manch anderem Festival. Der Weg zwischen den 3 Bühnen auf dem Infield genannten Haupt-Festivalgelände und dem Bull Head City Circus vorbei an der Biergarten-Stage und über das Wackinger Areal (ebenfalls mit einer Bühne) dauert auch mindestens 20 Minuten (ohne Wartezeit beim Einlass), so dass das Gefühl von zwei parallelen Festivals noch verstärkt wird. Man muss sich also entscheiden, was man wo sehen will, denn ständig hin- und herwechseln ist nervig und auch vom Zeitmanagement eine Herausforderung. Also wird man wohl oder übel einige Bands verpassen. Das Infield wurde am Donnerstag um 16:00 Uhr durch Skyline auf der Black Stage eröffnet.

Wacken 2012, Photo: Toni Gunner

Wacken 2012 - Skyline
Photo: Toni Gunner

Wacken 2012, Photo: Toni Gunner

Wacken 2012 - Chthonic
Photo: Toni Gunner

Wacken 2012, Photo: Toni Gunner

Wacken 2012
Photo: Toni Gunner

 
Noch motiviert geht’s dann rüber zur W.E.T. Stage ins Zelt. Dort stehen die Taiwanesen von Chthonic auf der Bühne. Trotz der elf Alben, die die Band bereits veröffentlicht hat fängt Chthonic erst jetzt an sich einen Namen in Europa und Deutschland zu erspielen. Das Mädel am Bass und das Erhu, das geigenähnliche Instrument, welches die Musik von Chthonic extrem prägt, sind Sachen, die die Band aus der Masse hervorstechen lässt. Als Gastauftritt schaut dann noch der Geiger der Band Turisas für einen Song vorbei. Allgemein zeigt der 35-minütige Auftritt gut das Repertoire der Band.

Zurück zum Infield – dieses wird in diesem Jahr von Captain Morgan-Aussichtstürmen geprägt. Jägermeister-Logos gibT’s dieses Jahr nicht zu sehen.

Ausgelassene Stimmung herrscht bei Sepultura. Die spezielle Show unterscheidet sich gegenüber der vom Wacken 2011 durch die zusätzlichen Trommler „Les Tambours du Bronx“. Gleich von Beginn an laden die brasilianischen Rhythmen alle zum Feiern ein. Die Unterstützung der „Les Tambours du Bronx“ passt perfekt zur Musik. Den Fans gefällt es und so entsteht eine kleine Wall Of Death und Mosh-Pits bei dem Song „Ratamahatta“. Der Sänger Derrick Leon Green betätigt in Abwesenheit der Trommelgruppe auch mal selber die Fässer. In die Show wird auch der Coversong „Firestarter“ von The Prodigy eingebaut. Ob es jetzt „Roots“, „Territory “ oder „Refuse Resist“ ist, alle Songs profitieren von der Power durch den Sound der Fässer.

Wacken 2012, Photo: Toni Gunner

Wacken 2012 - Seplutura
Photo: Toni Gunner

Wacken 2012, Photo: Toni Gunner

Wacken 2012 - Saxon
Photo: Toni Gunner

Wacken 2012, Photo: Toni Gunner

Wacken 2012 - U.D.O.
Photo: Toni Gunner

 
Weiter geht’s mit U.D.O und Saxon. Da weiß man wieder, dass man in Wacken ist. Denn obwohl Saxon „erst“ sieben Mal in Wacken gespielt haben, kommt es dem Autor so vor, als wenn die Band jedes Jahr auf dem Billing steht. Aus diesem Grund wird der Auftritt auch nur aus dem Augenwinkel verfolgt. Beim Song „b Arm of The Law“ sitzt Gitarrist Doug Scarratt auf den Schultern von jemandem und spielt im Bühnengraben. Also Spaß scheinen die Jungs gehabt zu haben.

Der Donnerstag wird auf der Hauptbühne von Volbeats einzigem Festival-Konzert 2012 in Europa beendet. Wieder als Aushilfe, wie schon bei der Nordamerika-Tour, dabei Hank Shermann (Mercyful Fate). Beim Song „7 Shots“ gab’s dann nochmals Verstärkung von den Landsmännern von Mercyful Fate durch den Gitarristen Michael Denner und Mille von Kreator für seine Gesangsparts. Beim Rockabilly Song „16 Dollars“ wurde dann passend ein Kontrabass ausgepackt. Bei „Evelyn“ stand dann Barney Greenway von Napalm Death auf der Bühne und so konnte auch dieser Song CD-getreu performt werden.

Wacken 2012, Photo: Toni Gunner

Wacken 2012 - Volbeat
Photo: Toni Gunner

Wacken 2012, Photo: Toni Gunner

Wacken 2012 - Oomp!
Photo: Toni Gunner

Wacken 2012, Photo: Toni Gunner

Wacken 2012 - Broilers
Photo: Toni Gunner

 
Nach dem geilen Volbeat Konzert schnell noch ein Mitternachts Snack damit auch noch Grundlage für weitere Biere geschaffen wird. Die Bullerei - das Hamburger Restaurant von Fernsehkoch Tim Mälzer - hatte dieses Jahr drei Food-Stände im Backstagebereich, wo es für übliche Preise wirklich sehr gutes Essen gab. Schade dass nicht alle Festivalbesucher in den Genuss kommen konnten. Wenn man sich jetzt fragt, wie passt das zusammen? Dem sei gesagt, dass man Herrn Mälzer in Hamburg durchaus bei Konzerten wie etwa Rammstein treffen kann.

Am Freitag eröffnete dann auch die Partystage als dritte Bühne auf dem Infield. Mit Betontod, Oomph! und den Broilers erstmal in der Hand von Deutsch-Rock. Man muss schon sehr direkt vor der Bühne stehen, damit man kein Zweiton-Erlebnis zusammen mit der Black Stage bekommt.

Die Black Metaller Endstille eröffnen noch bei (musikalisch unpassendem) schönen Wetter um 11:00 Uhr die Black Stage. Stacheldraht, Barrikaden und Mauerruinen zieren das Bühnenbild. Dass die Kieler Band gut ankommt zeigt sich auch daran, dass schon zu der frühen Zeit viele Fans den Weg zur Bühne gefunden haben.

Wacken 2012, Photo: Toni Gunner

Wacken 2012 - Sacred Reich
Photo: Toni Gunner

Wacken 2012, Photo: Toni Gunner

Wacken 2012 - Kamelot
Photo: Toni Gunner

Wacken 2012, Photo: Toni Gunner

Wacken 2012 - Endstille
Photo: Toni Gunner

 
Auf der True Metal Stage übernahmen dann die Thrash Metal Veteranen von Sacred Reich. Nach der Reunion-Show 2007 erneut in Wacken mit den Klassikern wie „Surf Nicaragua“ und „The American Way“. Der Auftritt freute wohl vor allem die alten Fans, da die Band kein neues Material im Gepäck hatte.

Der Auftritt von Kamelot wurde von den Fans sehr genau betrachtet. Stand doch der neue Sänger Tommy Karevik auf der Bühne und musste beweisen, dass er ein würdiger Nachfolger ist. Wenn man die Reaktion der Fans wertet, ist ihm das sehr gut gelungen.

Der nächste Act muss niemanden überzeugen. Overkill haben ihre Fans und wissen wie richtige Bühnenaction aussieht. Bobby „Blitz“ Ellsworth shoutet mit seinem typischen Klang und ist anscheinend richtig gut drauf. Die Band hat auch gute Gründe dafür, haben sie doch das neue Album „The Electric Age“ im Gepäck.

Wacken 2012, Photo: Toni Gunner

Wacken 2012 - Opeth
Photo: Toni Gunner

Wacken 2012, Photo: Toni Gunner

Wacken 2012 - Opeth
Photo: Toni Gunner

Wacken 2012, Photo: Toni Gunner

Wacken 2012 - Opeth
Photo: Toni Gunner

 
Es ist das 23. Wacken Open Air und da die Veranstalter leider immer sehr sparsam beim Einkauf des Billings sind und richtig große Acts wie etwa Metallica, AC/DC, Rammstein oder selbst Bands wie Slipknot noch nie die Wackenbühnen bespielen durften, ist es nicht verwunderlich, dass andere schon sehr oft in Wacken gastierten. Selbst eine eher unpassende Band für das weltweit größte Metal Festival wie The Boss Hoss feiern dieses Jahr ihr zweites Wacken. Vielleicht durch die TV-Bekanntheit oder weil’s einfach was anderes ist, sind die matschigen Bereichen vor der Bühne gut gefüllt. Die Jungs von The Boss Hoss rocken auch ordentlich los – der Autor hat allerdings nicht die Ausdauer die Show komplett anzusehen. Die Band kommt so gelegen wie eine Werbepause im Fernsehen. Endlich essen und trinken ohne das Gefühl zu haben einen großen Act auf den Hauptbühnen verpasst zu haben.


Wacken 2012, Photo: Toni Gunner

Wacken 2012 - Dimmu Borgir
Photo: Toni Gunner

Wacken 2012, Photo: Toni Gunner

Wacken 2012 - In Flames
Photo: Toni Gunner

Wacken 2012, Photo: Toni Gunner

Wacken 2012 - In Flames
Photo: Toni Gunner

 
Gut gestärkt verrät der Blick auf das riesige Bühnen-Banner mit der Fratze schon, dass als nächstes Dimmu Borgir aus Norwegen auf der Black Stage beginnen werden. Der Boden wurde in der Zwischenzeit nochmals von Regen durchweicht, so dass nun immer mehr verlassene einzelne Turnschuhe im Modder zu finden sind. Aber richten wir den Blick wieder zur Bühne. Auch der folgende Auftritt ist kein normaler, sondern eine spezielle Show. Die norwegische Black Metal Größe wird vom Czech National Symphonic Orchestra sowie einem Chor begleitet. Die Bühnenshow ist gewaltig und die geballte Kraft der Band in Verbindung mit dem Chor und dem Orchester löst eine Gänsehautwelle nach der anderen aus. Vier Stücke werden sogar allein von Chor und Orchester performt - für Dimmu Borgir die Möglichkeit, zwischendurch neue Energie zu sammeln. Auch wer für die Norweger nichts übrig hat, kommt an dem Spektakel nicht ohne Staunen vorbei. Ganze eineinhalb Stunden dauert das Schauspiel an und es ist wirklich einfach nur empfehlenswert – für Fans jeglicher Musik.

Alleine aufgrund des Bühnenaufbaus kann die nächste Band schon als Headliner des Freitags bezeichnet werden. Die schwedischen Melodic Death Metaller von In Flames starten schon mal mit einem ungewöhnlichen Intro. Man sieht nur eine LED-Netzwand und ein Baugerüst, was dahinter steht und auf dem die Musiker verteilt sind, während „Jester’s Door“ als Intro die Show einleitet. In Flames – ungewohnt in Hemd und Weste - stehen dann erst mit dem altbekannten Klassiker „Cloud Connected“ richtig auf der Bühne. Das Konzert liefert eine Best-Of-Show mit allen Hits, die die Fans hören wollen. Gerade bei den schnelleren Liedern ist eine spektakuläre Pyro-Show mit dabei und so ist es beeindruckend was In Flames da abliefern.

Wacken 2012, Photo: Toni Gunner

Wacken 2012 - In Flames
Photo: Toni Gunner

Wacken 2012, Photo: Toni Gunner

Wacken 2012 - In Extremo
Photo: Toni Gunner

Wacken 2012, Photo: Toni Gunner

Wacken 2012 - Gamma Ray
Photo: Toni Gunner

 
D:A:D und In Extremo bieten danach ebenfalls noch eine gute Show und lassen den Freitag ausklingen. Man verlässt das Gelände in der Hoffnung, dass die Veranstalter morgen eine Lösung für die nasse Matschlandschaft finden.

Samstagmorgen wird mitgeteilt, dass jegliche Fahrzeugbewegung auf dem Gelände eingestellt wurde, um die Flächen nicht noch mehr zu zerklüften und Autos im Gematsch festzufahren. Also muss man sich wieder „wie auf Eiern laufend“ den Weg durch den Matsch zur Bühne suchen. Der Weg lohnt sich, denn Gamma Ray begrüßen gut gelaunt und voller Spielfreude die Fans. Fast schon obligatorisch gibt es natürlich zum Abschluss die beiden Helloween-Klassiker „I Want Out“ und „Ride The Sky“.

Danach betreten zwei Urgesteine die Bühne. Zuerst Grindcore Legende Napalm Death. Sänger Barney übernimmt die Bühnenpräsenz der Band und lebt wieder seinen Bewegungsdrang aus. Der Sound ist bombastisch, so dass kein Fan enttäuscht wird. Hardrock-Urgestein Axel Rudi Pell schlägt in eine ganz andere Kerbe, weiß aber ebenfalls seine Fans zu begeistern.


Wacken 2012, Photo: Toni Gunner

Wacken 2012 - Napalm Death
Photo: Toni Gunner

Wacken 2012, Photo: Toni Gunner

Wacken 2012 - Axel Rudi Pell
Photo: Toni Gunner

Wacken 2012, Photo: Toni Gunner

Wacken 2012 - Six Feed Under
Photo: Toni Gunner

 
Das Festival hat auch mittlerweile seine kuriosen Seiten. So ist im Backstagebereich zu beobachten, wie erst eine Gruppe Schüler und dann eine Gruppe Senioren jeweils mit Besucher-Ausweis in Form einer Besichtigungstour über das Wacken-Gelände geführt werden.

Zurück zur Black Stage. Death Metal ist angesagt und wer könnte das besser rüberbringen als Kult-Growler: Chris Barns. Er kommt mit seiner Band Six Feet Under, die allerdings durch eine fast komplette Neubesetzung aufpoliert wurde. Ein Gitarrist ist noch vom alten Line-up geblieben. Wenn man ehrlich ist, muss man sagen, dass die aktuellen Musiker ihr Handwerk ne Klasse besser beherrschen als die Jungs zuvor. Das ließ sich schon auf dem neuen Album „Undead“ eindrucksvoll feststellen. Um auch live etwas zu bieten gibt es den Cannibal Corpse Klassiker „Hammer Smashed Face“ und für alle zum Mitgröhlen „TNT“.

Wacken 2012, Photo: Toni Gunner

Wacken 2012 - Testament
Photo: Toni Gunner

Wacken 2012, Photo: Toni Gunner

Wacken 2012 - Testament
Photo: Toni Gunner

Wacken 2012, Photo: Toni Gunner

Wacken 2012 - Amon Amarth
Photo: Toni Gunner

 
Das neue Album der nächsten Band wurde selbst auf den Festival-Leinwänden beworben. Die Rede ist von Testament. Die Werbung hat nicht zu viel versprochen, es wird Thrash Metal vom Feinsten geliefert.

Die sympathischen Schweden Amon Amarth standen wohl im Stau und es war unsicher ob sie rechtzeitig starten konnten. Der Feuer-Knall um 20:00 Uhr und die Klänge von „War Of The Gods“ machten deutlich, dass alles pünktlich geklappt hat. Amon Amarth, das steht für sympathische Wikinger-Typen & Spielfreude. Die Band macht von der ersten Minute an Spaß und reißt synchron moschend das Publikum mit. Die 60-Minuten Show bietet Klassiker wie „Runes To My Memory“, „Destroyer Of The Universe“, „Death In Fire“, „Pursuit of Vikings“ und „Twilight of The Thunder God“. Die Pyro machte wohl wegen dem zuvor gefallenen Regen nicht so ganz mit und lief teilweise nur auf der linken Bühnenseite ab.

Man kann’s nicht jedem recht machen. Frontman Dani Filth von der Band Cradle Of Filth lässt die Fans wissen, dass er sich über den strahlenden Sonnenschein nicht freut. Er hätte lieber das Wetter aus der englischen Heimat, welches zuvor das Wacken Festival in die Matschlandschaft verwandelt hat. Bei solchen Aussagen scheint es so, als wenn er immer Gummi-Stiefel dabei hat. Wenigstens ist der kleine Mann sehr agil und stimmtechnisch wieder auf alten Höhen. Der einstündige Auftritt ist voll gepackt mit grandiosen Songs. Sogar das Debüt Album wird mit dem Song „The Forest Whispers My Name“ bedacht.

Dass das Festival zu groß ist, merkt man wieder daran, dass Dark Funeral parallel zu Cradle Of Filth auf der Party Stage spielen. Zwei Black Metal Bands mit sehr ähnlichen Fans zeitgleich zu positionieren ist schon sehr ungünstig. Dark Funeral, seit 2012 mit neuem Sänger, heizen mit Pyro und purem Black Metal ordentlich ein. Der neue Frontmann ist Nachtgarm, vor allem bekannt als Sänger der Band Negator. Er ist eine würdige Stimme für Dark Funeral und wird von den Fans gefeiert. Zwischen den Liedern wird ambientlastiges vom Band eingebaut, was im Kontrast zur sonstigen Hochgeschwindigkeit steht und den Auftritt abrundet.

Wacken 2012, Photo: Toni Gunner

Wacken 2012 - Amon Amarth
Photo: Toni Gunner

Wacken 2012, Photo: Toni Gunner

Wacken 2012 - Cradle Of Filth
Photo: Toni Gunner

Wacken 2012, Photo: Toni Gunner

Wacken 2012 - Dark Funeral
Photo: Toni Gunner

 
Das Infield wird nun richtig voll und man könnte meinen, alle Festivalbesucher haben sich jetzt versammelt. Der Grund ist der letzte Open Air Auftritt in Deutschland von den Scorpions. Sie fangen als einzige Band mit einer 15 Minuten Verspätung ihre Show an. Die alten Rocker wissen wie’s geht und Posen wie die Weltmeister. Feuerwerk, Flammen und ein schwebendes Drum-Podest – die Show hat neben den Songs auch optisch was zu bieten. Leider beginnt es nach dem halben Gig stark zu regnen. Weder die Fans noch die Band stören das. Nach einer kurzen Unterbrechung beginnt der Zugabenteil mit einer Metall-Statue und Tänzerinnen die sich daran mit einer Flex vergehen. „Rock you like a Hurricane“ gab’s ein Glück nur auf der Bühne als Zugabe und das Wetter beruhigte sich recht schnell wieder. Trotzdem war der Schlamm auf dem Gelände jetzt noch tiefer.

Die sehnlichst erwareteten Machine Head tauchen als nächtses die Bühne in rotes Licht und starten mit „I Am Hell“. Rob Flynn hat anscheinend Redebedarf und philosophiert einige Male mit den Fans. Es gibt eine ganze Menge Songs von der neuen Scheibe „Unto The Locust“. Aber auch der seit 15 Jahren nicht live gespielte und damit auch noch nicht in Wacken performte Song „A Thousand Lies“gab’s für die Fans.

Für den Autor wird das Wacken 2012 durch die Band Ministry beendet. Beim Blick auf die Leinwände gibt’s nur Clips in Form von Musikvideos zu sehen. Um Al Jourgensen und seine Band zu sehen muss man schon einen Blick auf die Bühne werfen. Und selbst dort ist neben dem grellen Licht und dem Nebel keine freie Sicht möglich. Ministry wollen also eher die Musik wirken lassen. Das funktioniert bekanntlich auch sehr gut. Das optische Erlebnis ist also ernüchternd, aber das akustische Live-Erlebnis beeindruckt dafür umso mehr.

Wacken 2012, Photo: Toni Gunner

Wacken 2012 - Machine Head
Photo: Toni Gunner

Wacken 2012, Photo: Toni Gunner

Wacken 2012 - Scorpions
Photo: Toni Gunner

Wacken 2012, Photo: Toni Gunner

Wacken 2012 - Ministry
Photo: Toni Gunner

 
Das letzte was man in Wacken 2012 sieht ist der Traktor, der das eigene Auto am Sonntagmorgen kostenlos vom Camping-Platz zieht. Toller Service und ein Grund Ausreden fürs nächste Jahr durch den Slogan „See you in Wacken – Rain or Shine“ abzuschmettern.

Alle Bilder vom Wacken 2012 findest Du in der New-Core Gallery unter folgenden Links Wacken2012 Tag 1 - Wacken2012 Tag 2 - Wacken2012 Tag 3 - Wacken 2012 Extras (Copyrights: Toni Gunner)

Bilder vom letzten Jahr (Wacken 2011) findest Du Mondkringel-photography.de/tag/woa/ (Copyrights: Toni Gunner)

Autor: Pierre
Magazine established by Pierre Brost in 2003 with Michael Hohmann
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