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07th
Jul 07

Ultimate Summer Blast 2007

The Ultimate Summer Blast Festival 15./16.06.2007
EN Trier - Exhaus

The Ultimate Summer Blast Festival 15./16.06.2007

The Ultimate Summer Blast Festival 2007
15./16.06.2007 Location: Trier, Ex-Haus, Sommerbühne Besucher: 15.06. ca. 400, 16.06. ca. 1200 Besucher. Bilder vom Summerblast Festival 2007 findest du in der Bilder Gallery [1] und [2] auf New-Core.de


Sommerbühne (Pic by Zechi)

Am vergangenen Wochenende, dem 15./16. Juni .2007, fand im Trierer Ex-Haus die dritte Ausgabe des The Ultimate Summer Blast Festival statt.. Die beiden Veranstaltergruppen Alphadoubleplus (www.alphadoubleplus.de ) aus Trier und Mount Caldera (www.mountcaldera.de) aus Karlsruhe sorgten mit ihrer rundum gelungenen Organisation für einen reibungslosen Ablauf und ein echtes Highlight in Sachen Metalcore, Hardcore, Death-/Thrash-Metal und Grindcore.
Freitags startet die Party bereits um 16 Uhr, so dass ich mich nach meiner Arbeit sofort Richtung Trier aufmache, da ich die Recklinghausener RITUAL nach ihrem erstklassigen Debutalbum „Precious times“ gerne live gesehen hätte. Als ich jedoch im Ex-Haus ankomme, sind nicht nur CALLEJON bereits fertig, sondern auch Ritual und es entern gerade INTERNAL AFFAIRS aus L.A. die Bühne. Die Band prügelt ihre extrem kurzen Old School Stop and Go Hardcore-Attacken aus den Boxen, kann das Publikum wohl auch auf Grund der frühen Uhrzeit aber kaum mitreißen.

Voller wird es dann bei den Ruhrpottlern ZERO MENTALITY, die mit dem genialen „Alone again“ vom neuen Album „Invite your soul“ sofort gut los legen. Vor der Bühne wird es voller und die ersten Jungs im Pit bewegen sich und unterstützen Frontmann Ben Fink beim Singen. Ihr Hit „Nicht mehr“ vom Debutalbum spielen Zero Mentality bereits ziemlich zu Anfang, so dass sie die Crowd sofort auf ihre Seite ziehen und für die ersten Tanzeinlagen und Stagedives sorgen. Die Band gibt eine gute Mischung aus beiden Alben zum Besten, wobei mir die hardcorelastigeren Stücke besser gefallen als die eher metal- und rockbeinflußten Songs.
Weiter geht’s mit DOWN TO NOTHING aus Richmond, Virginia, die mit ihrem typischen Straight Edge Old School Hardcore perfekt auf ihr Label Revelation Records passen. Leider kannte ich vorher nur zwei, drei Songs der Band und so war die Show zwar ganz okay, aber nicht so richtig mitreißend. Dem Rest des Publikums scheint es ähnlich zu gehen, da die Stimmung nach Zero Mentality doch ein wenig abflacht.

Die Bayern xDEADLOCKx haben jetzt Sängerin Sabine Weniger fest mit an Bord. Der Sound von Deadlock ist dadurch noch um einiges vielschichtiger ausgefallen. Der Crowd gefällt der moderne, melodische Death-Metal-Sound und die Jungs (und die Dame) geben ordentlich Gas und spielen dabei vor allem Songs der neuen Platte „Wolves“, die gerade via Lifeforce Records erschienen ist. Ich bin irgendwie immer noch unschlüssig, ob mir der deutlich melodischere Gesamteindruck jetzt gefällt oder nicht. Hat schon eine gewisse Besonderheit mit den melodischen gesungenen Vocals von Sabine im Kontrast zu den derben Vocals von Shouter Johannes und den atmosphärischen Soundpassagen. Ich denke mal an xDeadlockx werden sich mehr denn je die Geister scheiden, entweder man liebt oder hasst den Sound.
Die CD’s der New Yorker SWORN ENEMY haben bei mir irgendwie nicht so richtig gezündet, insbesondere das Shouting ist schon gewöhnungsbedürftig. Live legen die Jungs mit ihrer Mischung aus Metalcore und derbem New York-style Hardcore gut los und der Moshpit gerät zum ersten Mal so richtig in Wallung. Der Moshpit wird immer wilder und zahlreiche Stagediver entern die Bühne. Gute Show, auch wenn ich die Band eigentlich nicht so mag.

Die belgischen Death-Metal/Grind-Coreler ABORTED überzeugen anschließend mit einer Show auf technisch sehr hohem Niveau und mit ihren Hochgeschwindigkeitsattacken gefallen sie mir heute deutlich besser als beim letzten Liveauftritt, den ich gesehen habe. Nicht so ganz mein Fall, aber die Metal-Fraktion hatte sichtlich ihren Spaß.

Den krönenden Abschluss des ersten Tages bildet dann die dänische Thrash-Metal Institution HATESPHERE mit einer extrem energiegeladenen und spielfreudigen Show. Den Jungs merkt man einfach immer an, dass ihnen ihre Musik verdammt viel Spaß macht und so hatten die Herren um Frontmann Jacob Bredahl leichtes Spiel das Publikum auf ihre Seite zu zeihen. Die Band rockt sich quer durch alle Schaffensphasen und das Publikum holt noch einmal die letzten Energiereserven raus. Alle haben ihren Spaß, im Pit und auf der Bühne geht’s gleichermaßen ab und sogar ich bin bereit mich einige Male kopfüber von der Bühne zu stürzen. Als letzten Song feuern HateSphere dann noch den ersten Song ihrer ersten Platte, das grandiose „Hate“, in die Menge und sorgen damit für den gelungenen Abschluss des ersten Tages.
Anschließend hab’ ich zum Glück eine Schlafgelegenheit bei einem Kumpel in Trier. Als ich in der Wohnung ankomme, ist da noch richtig Party mit einigen Leuten und es wird etwa 5 Uhr bis ich meinen wohlverdienten Schlaf finde.


Fear my Thoughts (Pic by Zechi)

Am zweiten Tag ist dann schon gut was los, als wir gegen 14 Uhr wieder am Ex-Haus sind. Heute stehen nun 18 Bands auf zwei Bühnen auf dem Programm. Während sich im großen Exil die Indoor Stage befindet, ist die Sommerbühne im Innenhof des Ex-Hauses die Hauptbühne. Die Schweden COLDWORKER haben den undankbaren Job des Openers auf der Indoor Stage. Mit ihrem rasend schnellen Grindcore/Death-Metal geht’s gut los und da sich die Auftritte der Bands auf den beiden Bühnen erst später etwas überschneiden sollten, waren auch schon einige Leute vor der Bühne. Ich kannte die Band vorher noch nicht, war aber ganz okay.
Kurz vor dem Ende wechsele ich schnell die Bühne, um die Freiburger FEAR MY THOUGHTS nicht zu verpassen. Schade, dass die Jungs wie schon im letzten Jahr nur Opener auf der Hauptbühne sind. Dementsprechend zurückhaltend verhält sich dann auch das Publikum. Mehr als wohlwollenden Applaus gibt es kaum, obwohl die Freiburger Death-Metaler wieder einen ordentlichen Auftritt hinlegen und mit Hits wie „Blankness“ oder „Windows of the dead“ wirklich mehr Action im Mosh-Pit verdient gehabt hätten.


No Turning Back (Pic by Zechi)

Die Holländer NO TURNING BACK sorgen danach mit ihrem schnellen Old School Hardcore und einer äußerst agilen Liveperformance, zumindest unter den Hardcore-Kids, für gute Stimmung im Exil. Vorne wird es immer voller und auch im Mosh-Pit geht die erste Action ab. JOB FOR A COWBOY habe ich mir dann nur kurz angesehen. War mit ihrem extremen Death-Metal/Grindcore nicht so wirklich mein Fall.


Rise And Fall (Pic by Zechi)

Ganz im Gegensatz zu den Belgiern RISE AND FALL aus Gent, die nun auf der Indoorstage eine wirklich beeindruckende Show abliefern. Mit ihrem chaotischen Hardcore-Sound irgendwo zwischen Converge, The Hope Conspiracy, Ringworm und His hero is gone machen sich die Vier schnell neue Freunde. Der Shouter geht ab wie Schmitz’ Katze und auch der Rest der Band steht nie still und sorgt für eine unglaubliche Soundwand. Fette Show.

Danach zurück in den Innenhof und erst Mal was von dem leckeren veganen Catering probiert. Dickes Lob für die Gyrospfanne, die war echt lecker, auch für mich als Fleischfresser. Im Gegensatz zum letzten Jahr gibt es diesmal auch Schwenker und Würstchen, was die Fleischfresser auch zufrieden stellt. Da jetzt einige Bands folgen, die mich weniger interessieren, da ich sie kaum bis gar nicht kenne, bleibe ich im Innenhof und schaue mir etwas von den Engländern BRING ME THE HORIZON an. Extremer Chaos-Metal, der mich an Bands wie The Dillinger Escape Plan denken lässt. Die Jungs sind allesamt noch verdammt jung und malträtieren ihre Instrumente auf technisch sehr hohem Niveau. Krasser Sound, der mir auf Dauer aber eindeutig zu stressig ist.


Neaera (Pic by Zechi)

Die Münsteraner NEAERA bringen den Moshpit vor der Hauptbühne zum ersten Mal zum Kochen. Mit ihrem melodischen Death-Metal-Sound in bester Göteborg-Tradition reißen sie die Menge sofort mit. Kein Wunder aber auch bei Hits wie „Let the tempest come“ oder „Broken spine“. Die Kids gehen jetzt richtig gut ab und es gibt die einzige Wall of Death des Tages. Schönes Schauspiel und mit dieser Show zeigen Neaera einmal mehr eindrucksvoll, dass sie zur Speerspitze der modernen, deutschen Death-Metal/Metalcore-Bewegung zählen. Wieder Mal eine erstklassige Performance.

Im Anschluss quatsche ich mich mit vielen Bekannten fest und trinke das ein oder andere Bier. Von MISERY INDEX und LEGION OF THE DAMNED bekomme ich deshalb nicht wirklich viel mit, war aber auch nicht so ganz meine Musik mit ihrem extremen Grind/Death-Metal. Auf der Indoorstage haben in der Zwischenzeit ARCHITECTS, ANIMOSITY und die Franzosen DAGOBA gespielt, wovon ich allerdings nichts mitbekommen habe.


As We Fight (Pic by Zechi)

Im Exil feuern die Dänen AS WE FIGHT aus Fredericia nun aus allen Rohren und sorgen für eines der absoluten Highlights des diesjährigen Summer Blast’s. Der Raum platzt fast aus allen Nähten und die Temperaturen haben längst tropische Ausmaße erreicht. As we fight knallen einen Brecher nach dem anderen raus und der Mob tobt. Die Dänen verstehen es eben wie kaum eine andere Band modernen Metalcore und brachialen Hardcore zu einer furiosen Mischung zu vereinen. Meine Highlights sind „Where eagles turn“ und „Escaping the poisoned hands of despair“ vom aktuellen Album „Midnight Tornado“, sowie „Bringing it all together“ vom Vorgänger „Black nails and bloody wrists”. Klasse, mitreißende Show mit jeder Menge Stagedives, Circlepits, ...

Nach der Show geht’s sofort nach oben an die frische Luft, wo bereits die Australier PARKWAY DRIVE auf der Bühne stehen. Die haben bereits damit begonnen mit ihrem mörderischen Metalcore den kompletten Moshpit in ein Schlachtfeld zu verwandeln. Shouter Winston McCall schreit sich die Seele aus dem Leib, während der Rest der Band heftige Riffs, kurze Blastbeats und ultrafette Moshparts ins Publikum feuert. Die Menge feiert die Band gnadenlos ab und gibt wieder ordentlich Gas.
Nach etwa 2/3 des Sets begebe ich mich wieder zur Indoorstage, um die Schweden NINE nicht zu verpassen. Die Band hat es mir mit ihrem eigenständigen, düsteren und rockigen Sound echt angetan und obwohl es leider nur etwa halbvoll im Exil ist, rocken die Fünf wie Sau. Die Band verbindet in ihrem Death-Rock/New School Hardcore die besten Elemente von Bands wie Entombed, Damnation AD und The Hope Copnspiracy. Die Band gibt neben einigen älteren Hits wie z.B. dem obergeniale „Inferno“ auch einige Songs der neuen Scheibe „It’s your funeral“ zum Besten wie z:B. den fett nach vorne rockenden Opener „No air supply“ oder auch das langsame, groovige „Nothing left fort he vultures“. Shouter Johan lässt sich auch von seinem gebrochenen, in einer Schlinge hängenden, Arm nicht bremsen und sorgt mit seinen dunklen, hasserfüllten Vocals für die passende Unterstützung der straight nach vorne rockenden Rhythmusfraktion und den fetten, rockenden Gitarrenwänden der beiden Gitarristen Benjamin und Oskar. Hat mir mal wieder richtig gut gefallen, da Nine einfach ihren eigenen Stil gefunden haben und auch wenn im Publikum relativ wenig Action war, waren doch die meisten Anwesenden schwer angetan von der Show.


Walls Of Jericho (Pic by Zechi)

Danach sofort wieder in den Innenhof, wo die Detroiter Thrash-Metal-Hardcore-Mosh Formation WALLS OF JERICHO bereits mit ihrem Set begonnen hat. Im Moshpit ist die Hölle los und auch die Mannen um Frontfrau Candace Kucsulain geben mal wieder alles. Alle sind ständig in Bewegung und der Moshpit ist fast am überkochen. Die Band besticht mit ihrer unbändigen, rohen Energie und ihr Mix aus schnellen Thrash-Metal/Hardcore-Attacken und megafetten Mosheinlagen begeistert sowohl die Hardcore als auch die Metalfraktion im Publikum. Bei Knallersongs wie „All hail the dead“ oder „A trigger full of promises“ auch kein Wunder. Es rollen laufend Crowdsurfer von hinten an und es werden wieder zahlreiche Circlepits gestartet und die neusten Moves und Kicks gezeigt. Einziger Kritikpunkt ist, dass die Show nach einer guten halben Stunde schon vorbei ist, was aber wohl daran liegt, dass irgendwer in der Band nicht ganz gesund war.

Den Headliner auf der Indoorstage DEW-SCENTED lasse ich dann ausfallen und warte dagegen im Innenhof auf die letzte Band des Festivals, die Bostoner CONVERGE, die mit ihrem extremen Chaos-Metal-Core, nicht jedermanns Sache sind. Ich kann mir die Platten der Band auch nicht in Dauerrotation anhören, dafür ist ihr Sound einfach zu extrem, aber spätestens seitdem ich die Band das erste Mal live gesehen habe, bin ich durchaus zum Fan geworden. Ihre extreme Musik in Verbindung mit der unbändigen Livepower hat mich einmal mehr umgehauen. Neben Klassikern ihres Meisterwerkes „Jane Doe“ wie „Homewrecker“, „The broken vow“ oder „Concubine“ und einigen älteren Songs werden auch ein paar Kracher ihres aktuellen Albums „No heroes“ wie der Titeltrack oder der ultraheftige Opener „Heartache“ dargeboten. Shouter Jacob Bannon, seines Zeichens auch Deathwish Labelchef und von mir sehr geschätzter Künstler, rennt und springt fast ununterbrochen von einer Seite der Bühne zur anderen und schreit seinen ganzen Hass, die ungeheuere Wut und seine ganze Verzweiflung heraus, während der Rest seiner Bandkollegen für das perfekte musikalische Blutbad und Chaos sorgt. Energiegeladene, aber auch sehr anstrengende Show der vier Bostoner.

Bleibt als Fazit festzuhalten, dass das diesjährige The Ultimate Summer Blast Festival im Trierer Ex-Haus wie schon im vergangenen Jahr ein wahres Highlight des bisherigen Jahres war. Die Organisation war top und dann so ein Hammerline-up in einer meiner absoluten Lieblingslocations, dem Trierer Ex-Haus inklusive Sommerbühne. Was will man mehr. Am ersten Tag waren die Dänen HateSphere mein Highlight des Tages, aber auch Sworn Enemy und Zero Mentality wussten zu gefallen. Am zweiten Tag waren meine Highlights auf der Indoorstage Nine, As we fight, Rise and Fall, sowie No Turning Back und auf der Sommerbühne Walls of Jericho, Converge, Parkway Drive und Neaera. Ich freu mich schon jetzt ohne Ende auf’s nächste Jahr.

Autor: Zechi
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