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22nd
Jul 09

Rock am Bach Festival 2009

Nachbericht zum saarländischen Hardcore-, Metal-, Punk- und Rock Festival
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Nachbericht zum saarländischen Hardcore-, Metal-, Punk- und Rock Festival

Rock am Bach Festival 2009
Date: 10./11.07.2009

Location: Merzig, Zeltpalast

Ca. 6.000 Besucher/Tag

Am vergangenen Wochenende ging das diesjährige Rock am Bach Festival in die nächste Runde. Das Line-up versprach in diesem Jahr einiges und so fuhr ich am Freitag direkt nach der Arbeit nach Merzig, wo das Festival nach seinem Umzug aus Nunkirchen seit dem letzten Jahr beheimatet ist.

Nachdem ich mich am Infostand akkreditiert hatte, kam ich auf das Gelände als gerade die Finnen von DISCO ENSEMBLE ihr Set eröffneten. Mit ihrem schwungvollen Emo-Core lockten sie vor allem das eher jüngere Publikum vor die Bühne, während die älteren Semester oft weniger interessiert schienen. Ich fand die Show nicht schlecht, auch wenn ich sie schon mal besser gesehen habe, aber Hits wie „Black Euro“ oder „This is my head exploding“ funktionieren auch am frühen Nachmittag.


Pic by Zechi (New-Core.de)

Direkt im Anschluss folgte mein Highlight des Tages. Auch wenn ich die Detroiter New School Hardcore/Metalcore-Formation WALLS OF JERICHO bereits unzählige Male live gesehen habe, bin ich von der unbändigen Energie, die die Band auf die Bühne freisetzt, jedes Mal auf’s Neue begeistert. Nicht nur Frontfrau und Wirbelwind Candace Kucsulain, sondern auch der Rest der Truppe gibt immer alles auf der Bühne und so auch dieses Mal in Merzig. Walls of Jericho spielten einen guten Mix aus allen Schaffensphasen und sorgten für einen riesigen Moshpit. Mit „Revival never goes out of style“ wurde das Set mit einem ihrer besten Songs gebührend beendet. Wie immer klasse.


Pic by Zechi (New-Core.de)

Die BROILERS schaute ich mir danach nur kurz an. Mit ihrem hymnischen und eingängigen Oi-Punk sorgten sie bei weiten Teilen des Publikums für ausgelassene Stimmung, aber ich verdrückte mich lieber in den hinteren Festivalbereich.


Pic by Zechi (New-Core.de)

Im Anschluss dann IGNITE mit einer routinierten Show. Wie auch schon auf den letzten Konzerten wurden (fast) ausnahmslos Songs der letzten beiden Alben gespielt und leider nix altes. „Sunday bloody Sunday“ könnten sie sich nach zehn Jahren auch endlich mal sparen. Den meisten gefiel die Show trotzdem, aber ich habe die Band vor ewigen Zeiten auch um einiges besser gesehen. War alles in allem okay.


Pic by Zechi (New-Core.de)

Zum Abschluss des ersten Tages luden dann die DROPKICK MURPHYS zum Tanze. Folk-Street-Punk mit Dudelsack gefällt mir nicht so richtig, aber bei Rock am Bach haben die Bostoner auf jeden Fall für ordentlich Stimmung und Party gesorgt, auch wenn mich der Auftritt nicht umgehauen hat.


Pic by Zechi (New-Core.de)

Nach etwas Flüssigkeitsaufnahme habe ich dann auf der Campingplatz-Stage noch die letzten sieben oder acht Songs vom Gott der Heimorgel MAMBO KURT mitbekommen. Der Kerl hat mal wieder für eine ausgelassene Stimmung gesorgt und u.a. Songs von Nirvana, Slayer, ACDC, Haddaway und zum Abschluss Michael Jackson gecovert. Die obligatorische Polonaise durch’s Publikum durfte natürlich auch nicht fehlen und nach einigen Songs des Aftershow-DJ’s zog ich es dann vor mich hinzulegen.

Am nächsten Tag besorgte ich mir nach einem ausgiebigen Frühstück mein Artistbändchen, da ich an diesem Tag noch die schöne Aufgabe hatte auf der Aftershow-Party für Stimmung zu sorgen. Das hatte auf jeden Fall den Vorteil, dass ich mich erstmal mit Kaffee versorgen konnte. Da es noch etwas hin war bis zur ersten Band, hing ich mit ein paar Leuten auf dem Campingplatz ab. Die Locals von HARDCUT habe ich dann auch verpasst, aber pünktlich zu THE CASTING OUT war ich vor der Bühne. Die Band um den ehemaligen Boysetsfire-Frontmann Nathan überzeugte mit einer gelungenen Mischung aus melodischem Punkrock und Indie. Leider habe ich die Platte noch nicht gehört und kannte dementsprechend nur einige Songs der selbst veröffentlichten EP. Mir hat’s auf jeden Fall gefallen, auch wenn sie so früh keinen so leichten Stand hatten.


Pic by Zechi (New-Core.de)

Als nächstes war dann die schwedische Kajal-Emo-Metalcore-Band SONIC SYNDICATE an der Reihe. Musikalisch spielen die Schweden ganz ordentlichen, aber auch ziemlich typischen Metalcore mit melodischen Refrains und dem allseits bekannten Wechselspiel aus geschrienen und gesungenen Vocals. Sonic Syndicate waren alles in allem ganz okay, aber diese gestylten Typen – gut hier war wenigstens auch noch eine Frau mit dabei – sind mir immer etwas suspekt, weshalb ich den Auftritt auch nicht sonderlich interessiert verfolgte.


Pic by Zechi (New-Core.de)

Pünktlich zu SEPULTURA fand ich mich dann aber wieder vor der Bühne ein und das sollte sich lohnen. Ich hatte die Thrash-Metaller aus Sao Paolo noch nie live gesehen und nachdem beide Cavallera-Brüder nicht mehr dabei sind, war ich im Vorfeld schon etwas skeptisch. Doch völlig zu Unrecht, denn Sepultura lieferten eine wirklich sehr gelungene Show ab. Neben aktuellerem Material wurden auch zahlreiche Klassiker à la „Territory“, „Roots bloody Roots“ oder „Arise“ rausgehauen und das Publikum dankte es ihnen mit ordentlich Bewegung im Pit. Insbesondere Frontmann Derrick Green machte einen sehr sympathischen Eindruck und zeigte sich sehr bewegungsfreudig. War in meinen Augen eine wirklich sehr gelungene Show und eines der Highlights des Wochenendes.


Pic by Zechi (New-Core.de)

Die Essener Metalcore-Formation CALIBAN durfte als nächstes ran. Der Auftritt war solide und vor allem die etwas jüngeren Kids hatten vorne im Pit u.a. bei der obligatorischen Wall of Death ihren Spaß. Mir ist die Band einfach zu wenig abwechslungsreich und so schaute ich mir die Show größtenteils aus der Entfernung an.


Pic by Zechi (New-Core.de)

Das englische Trio THE SUBWAYS durfte dann direkt vor dem großen Headliner Motörhead ran. Mit ihrem Alternative-Rock trafen sie musikalisch nicht so ganz meinen Geschmack, aber die Liveshow war richtig gut. Ich zog es trotzdem irgendwann vor noch ein Bierchen auf dem Campingplatz zu trinken, bevor dann endlich Lemmy und Co den krönenden Abschluss des diesjährigen Rock am Bach Festivals einläuteten.


Pic by Zechi (New-Core.de)

Der Auftritt von MOTÖRHEAD war jetzt nicht besonders spektakulär, trotzdem war es schön die alten Herren mal live zu sehen, denn für mich war an diesem Abend die Premiere. Motörhead spielten sich rund eine Stunde quer durch die Bandgeschichte und insbesondere das etwa fünfminütige Schlagzeug-Solo von Mikkey Dee. und natürlich das raue Organ von Lemmy war echt beeindruckend. Den Abschluss des regulären Sets bildete der Klassiker „Bomber“, bevor die Engländer für einige Songs zurück auf die Bühne kamen. Das Publikum feierte die alten Herren frenetisch ab und als zweiter Song des Zugabensets wurde dann endlich „Ace of Spades“ angestimmt und spätestens jetzt gab es kein Halten mehr. Motörhead spielten danach noch zwei oder drei Songs, aber ich musste dann schnell meine CD’s holen gehen, da ich an diesem Abend noch die Ehre hatte auf der Aftershow-Party neben dem Campingplatz für Stimmung zu sorgen. Nach etwas Anlaufzeit kamen dann auch noch einigermaßen Leute vor die Bühne und so feierten wir noch weiter bei einem bunten Reigen aus Hardcore-, Metal-, Punk- und Rock-Hits. Nach meiner DJ-Tätigkeit vernichtete ich mit einigen Bekannten noch die letzten Getränke, bevor dann am frühen Morgen auch für mich Schluss war.


Pic by Zechi (New-Core.de)

Fazit: Rock am Bach war in diesem Jahr ein voller Erfolg. Vom Line-up, über das Gelände, die Organisation, das Wetter, das auch ganz gut mitspielte, bis zur guten Stimmung gibt es von mir nicht viel zu meckern. Ich hatte ein super Wochenende. Wir sehen uns im nächsten Jahr.

Fotos von Rock am Bach findet ihr auch in unserer Picture Gallery

Autor: Zechi
Magazine established by Pierre Brost in 2003 with Michael Hohmann
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