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23rd
Jul 07

Rock am Bach 2007

Rock am Bach 2007
EN Wadern-Nunkirchen

Rock am Bach 2007

Rock am Bach 21.07.07 Wadern-Nunkirchen, Festplatz', 'Rock am Bach 21.07.07 Wadern-Nunkirchen, Festplatz ca. 3000 Besucher

Line-up: The Busters, Samiam, Disco Ensemble, Strung Out, The Turbo AC’s, Jupiter Jones, Pascow, Berti’s Beatpatrol, Olli Schulz, Mambo Kurt, ClickClickDecker, Senore Matze Rossi, Misery Speaks, Kill Kim Novak, ...

Am vergangenen Samstag stand das bereits 9. Rock am Bach Festival in Wadern-Nunkirchen an und für beste Unterhaltung war mit einem abwechslungsreichen Line-up mal wieder gesorgt. Das Wetter spielte auch mit und so gab es einen Mix aus Sonne und Wolken, aber zum Glück praktisch keinen Regen. Beste Voraussetzungen also für ein gelungenes Festival.

Nachdem ich am Vorabend noch im kleinen Club der Saarbrücker Garage bei der „Old School vs New School Hardcore“-Veranstaltung aufgelegt hatte, verpasse ich auf Grund der frühen Uhrzeit den Opener auf der Mainstage, die Luxemburger ETERNAL TANGO. Schade, die hätte ich gerne mal live gesehen. Entschädigt werde ich aber mit der zweiten Band, die sich ebenfalls beim Vorentscheid durchgesetzt hatte, die Waderner BERTI’S BEATPATROL. Mit ihrem tanzbaren Ska-Punk mit fetter Bläserfraktion erinnern sie mich an Bands wie The Mighty Mighty Bosstones oder Less than Jake. Nicht mehr so ganz meine Mucke, aber das hier war echt richtig gut und vor allem der Frontmann erinnert mich mehr als ein Mal an Dicky Barrett.



Im Anschluss entern dann unsere saarländischen Punkrock-Helden PASCOW die Bühne und überzeugen mit einem bunten Mix aus alten und neuen Songs des kommenden Albums. Hits wie „Häuser der Reichen“ oder „Paris fällt“ werden von den ersten Reihen lauthals mitgegrölt und auch die neuen Stücke kommen ganz gut an.

Geschwindigkeitsmässig wird es nun um einiges langsamer bei JUPITER JONES. Die vier Jupiters wissen mal wieder zu gefallen und spielen einen Mix aus der alten Scheibe und Songs der neuen Platte „Entweder geht diese scheussliche Tapete – oder ich.“, die auf dem bandeigenen Label Mathildas erschienen ist. Gegen Ende spielen sie auch noch „Unter uns Darwinfinken“ und „Auf das Leben“, welche lauthals aus vielen Kehlen mitgesungen werden.



Dann gehe ich zur kleinen Secondstage am anderen Ende des Geländes neben dem neu geschaffenen Funpark mit Bullriding und Kletterwand. Die Soester Screamo-Newcomer KILL KIM NOVAK sind schon in vollem Gange, haben es bei diesem Festivalauftritt aber schwer. Ihr Mid-90’s Screamo-Hardcore erinnert mich an Bands wie Yage, Escapado oder auch Loxiran und ist in einem kleinen, heißen Juz allemal besser aufgehoben. Vor der Bühne ist auch nicht so viel los, aber die Jungs legen sich ordentlich ins Zeug und zumindest bei ihrem „Hit“ „Gefühle“ wird der Schreihals von ein paar Kids im Publikum unterstützt.

Auf der Hauptbühne kommen jetzt die Vegan-Metaller MAROON und vor der Bühne gibt es die ersten Kicks und Moves im Moshpit zu sehen. Die Metalcoreler haben ihren Spaß und der Rest verzieht sich an die Getränkestände. Ich persönlich kann den Jungs auch nicht allzu viel abgewinnen, habe sie mir aber trotzdem angeschaut. Gegen Ende spielen sie noch „Wake up in hell“, eines ihrer besten Stücke.



MISERY SPEAKS auf der kleinen Bühne habe ich mir nur zwei, drei Lieder lang angeschaut. Death-Metal halt, aber hat mich nicht so richtig begeistern können. Die New Yorker THE TURBO AC’S mit ihrem Punk’n’Roll-Sound haben es auf der großen Bühne relativ schwer, aber mir hat der Auftritt mal wieder ganz gut gefallen. Den ehemaligen Tagtraum-Sänger mit seinem neuen Projekt SENORE MATZE ROSSI habe ich mir leider nur kurz angesehen, aber das wusste sehr zu gefallen. Singer-/Songwriter-Zeugs mit Punkrock-Background und live mit kompletter Band. Da muss ich mir unbedingt mal noch die Platte besorgen.

Auf der Hauptbühne sind die kalifornischen Melodycore-Heroes und Fat Wreck Chords Urgesteine STRUNG OUT auch nach all den Jahren immer noch gut. Leider habe ich die Band nach den ersten drei Alben etwas aus den Augen verloren und so kenne ich nur ein paar Songs der “Twisted by design”-Scheibe, während ich von den neuren Stücken kaum eines kenne. Strung Out sind auf jeden Fall immer noch ziemlich agil und so lässt es sich Frontmann Jason Cruz auch nicht nehmen sich mehrfach an die Absperrung vor der Bühne zu begeben und die Crowd zum mitsingen einzuladen. Als letzten Song und absoluten Höhepunkt der Show spielen die Fünf dann noch ihren Überhit „Matchbook“ und die Menge tobt im Pit.



CLICKCLICKDECKER verpasse ich daraufhin fast völlig, da wir uns etwas am Auto entspannen. Zu den Finnen DISCO ENSEMBLE sind wir aber wieder vor der Hauptbühne und die Jungs sorgen für ein weiteres Highlight des Tages. Die Finnen sind auf der Bühne ständig in Bewegung und mit ihrem Mix aus Emo-Core, Punkrock und Alternative Rock haben sie das Publikum schnell im Griff. Wer die Band bereits kennt, feiert sie sowieso ab und ich denke, dass Disco Enesmble sich auch an diesem Abend viele neue Freunde gemacht haben. Meine Höhepunkte des Sets sind ziemlich zu Beginn „Black Euro“ und das ebenfalls fantastische „This is my head exploding“ gegen Ende des Sets.

Den Gott der Heimorgel MAMBO KURT, der ja bereits im letzten Jahr bei Rock am Bach gut abgeräumt hat, verpasse ich leider, da ich mich zuerst mit ein paar alten Bekannten fest quatsche und dann schon die Helden des Emo-Punk SAMIAM die Bühne betreten. Mit dem genialen „Sunshine“ eröffnen die Fünf ihr Set. Die Kalifornier aus Berkley liefern zwar keine umwerfende Bühnenshow ab, aber das war noch nie ihr Ding, dafür haben sie mit den Jahren nur noch Hits in ihren Livesets. Egal, ob „Bad Day“, „Capsized“ oder „Dull“, alle Songs werden von den vorderen Reihen lauthals mitgesungen. Nach ein paar Fotos bin ich dann auch vorne im Pit und lasse mich einfach treiben. Viele alte Bekannte tummeln sich jetzt ebenfalls vorne und so liegen wir uns teilweise in den Armen und grölen einfach alle Songs mit. Aber nicht nur den alten Hasen gefällt das Ganze, auch viele jüngere schwingen ebenfalls das Tanzbein. Als letzten Song dann noch „Full on“ und ich bekomme mein Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht. Auch wenn Samiam eigentlich in kleine Clubs gehören, war der Auftritt bei Rock am Bach ebenfalls wieder großartig. Ich liebe diese Band.



Headliner auf der Second Stage ist nun OLLI SCHULZ, diesmal allerdings ohne Hund Marie oder Begleitband, sondern ganz alleine und Olli macht das was er am Besten kann. Er unterhält das Publikum mit seinen Geschichten und Anekdoten und beweist mal wieder gute Entertainer-Qualitäten. Vor der kleinen Bühne ist es jetzt so richtig voll und die ruhigen Singer-Songwriter-Stücke bilden einen gediegenen Abschluss des Festivals, zumindest für die kleine Bühne.

Denn auf der Hauptbühne spielt jetzt noch Deutschlands mit Abstand am längsten aktive und bekannteste Skaband, THE BUSTERS aus Wiesloch. The Busters habe ich vor einigen Jahren des Öfteren live gesehen und sie haben zumindest live wieder für mächtig Stimmung gesorgt. Das Publikum tanzt ausgelassen und singt die Songs mit. Erstaunlich viele Crowdsurfer gibt es auch noch zu sehen und The Busters sorgen auf jeden Fall für gute Partystimmung, auch wenn ich nicht mehr der große Ska-Fan bin. Die Busters spielen Songs aus rund 20 Jahren Bandgeschichte und vor allem die alten Hits wie „Dead or alive“, „Ruder than rude“ oder „Summertime“ gefallen mir zumindest live mal wieder richtig gut. Die Stimmung ist ausgelassen und die Crowd schwingt ein letztes Mal das Tanzbein und sorgt für einen tollen Abschluss des diesjährigen Rock am Bach Festivals.



Anschließend wird noch mit ein paar Freunden Backstage Party gemacht, Bier getrunken und gelabert. Jason und Sergie von Samiam und ein paar der Strung Out Jungs sind äußerst kontaktfreudig und total locker und labern einfach jeden an. So rinnt noch das ein oder andere Bier die Kehle runter, bevor ich dann mit zwei Kumpels noch versuche auf dem Campingplatz für Stimmung zu sorgen. Leider geht dort nicht mehr viel und so fallen wir dann nach zahlreichen weiteren Bierchen irgendwann ziemlich fertig in unsere Autos und finden unseren wohlverdienten Schlaf.



Rock am Bach 2007 hat sich auf jeden Fall mal wieder voll gelohnt. Die Stimmung war super, die Organisation bestens und das Line-up war äußerst abwechslungsreich. Das Wetter hat auch ganz gut mitgespielt und so bleibt mir nur mich auf das nächste Jahr zu freuen, denn für das 10-jährige Jubiläum werden sich die Veranstalter von Future Events sicher so richtig ins Zeug legen.



Fotos vom Rock am Bach Festival findet ihr in unserer NC Picture Gallery.

Autor: Zechi
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