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17th
Sep 09

Rocco del Schlacko Festival

Nachbericht zum größten saarländischen Rock-Festival
EN Püttlingen-Köllerbach, Sauwasen

Nachbericht zum größten saarländischen Rock-Festival

Location: Püttlingen-Köllerbach, Sauwasen
1.Tag ca. 12.000 Besucher, 2.Tag: ca. 12.000 Besucher (ausverkauft)

Mitte August fand die elfte Ausgabe des größten saarländischen Festivals, dem Rocco del Schlacko Open Air, auf dem Köllerbacher Sauwasen statt. Nachdem das Jubiläum im letzten Jahr vor allem Freitags unter sintflutartigen Regenfällen zu leiden hatte, was das gesamte Areal in eine riesige Schlammfläche verwandelt hatte, hatte der Wettergott in diesem Jahr mehr als ein Einsehen. Bei schönstem Sommerwetter ließ ich mich auch von meiner hartnäckigen Sommergrippe nicht abhalten und machte mich auf den Weg Richtung Sauwasen.

Dort angekommen, ertönten gerade die ersten Töne der Münsteraner MUFF POTTER, die kurz zuvor ihre Auflösung für Ende des Jahres angekündigt haben. Noch am Morgen hatte ich nach langer Zeit mal wieder die „Bordsteinkantengeschichten“ in den CD-Player geworfen und hatte eigentlich richtig Lust die Jungs mal wieder live zu sehen. In der Hoffnung, dass man sich nicht wie bei den letzten Auftritten vor allem auf neueres Material beschränken würde, war ich also guter Dinge, was sich im Laufe des Sets doch etwas relativierte. Muff Potter legten den Schwerpunkt leider auf die letzten Platten und so wurden nur gelegentlich auch einige ältere Songs eingestreut. Zum Abschluss gab’s dann zumindest noch „100 Kilo“ und die Kurzversion von „Kleine Welt“, was bei mir dann am Ende doch noch für Gänsehaut sorgte. Trotzdem hoffe ich doch, dass die Herren auf ihrer Abschiedstour Ende des Jahres auch mal wieder vermehrt alte Songs spielen werden.

Pic by Zechi (new-Core.de)

Den folgenden Auftritt von SAMMY DELUXE hab ich wegen mangelndem Interesse meinerseits und netten Unterhaltungen nur so am Rande mitbekommen. Waren wohl vor allem Songs der aktuellen Platte, die meist eher in Richtung Reggae als Hip-Hop gingen.

Pic by Zechi (New-Core.de)

Im Anschluss folgten die Polit-Punks ANTI-FLAG aus Pittsburgh, Pennsylvania und die hatten bereits mit dem Opener „Turncoat“ das Publikum, das inzwischen wohl auf mehr als 10.000 Besucher angewachsen war, fest im Griff. Vor der Bühne entstand ein riesiger Pogo-Pit und bis in die hinteren Reihen wurden die Hits lautstark mitgesungen. Anti-Flag spielten eine gute Mischung aus neueren Stücken und alten Klassikern, wobei der Schwerpunkt schon auf den letzten Platten lag. So wurden u.a. Songs wie „Mind the G.A.T.T.“, „The press corpse“, ,Sodom, Gomorrah, Washington D.C. (Sheep In Shepherd's Clothing)” oder eben auch alte Klassiker der Marke “Die for your government“ oder „Underground Network“ zum Besten gegeben und die gut gelaunte Band zu Recht abgefeiert. Ein The Clash-Cover („Should i stay or should i go“) gab’s auch noch zu hören und alles in allem war ich mal wieder sehr angetan von Anti-Flag.

Pic by Zechi (New-Core.de)

Weiter ging es mit dem nächsten Kracher und zwar mit der derzeit vielleicht bekanntesten und angesagtesten Punk-Band RISE AGAINST. Die sympathische Truppe aus Chicago hatte es nicht einfach den Auftritt von Anti-Flag zu toppen, erledigte diese Aufgabe aber mit einem wahren Hitfeuerwerk und einer ebenfalls sehr bewegungsfreudigen Bühnenshow mit Bravour. Den Anfang des Sets bildeten „Collapse (Post-Amerika)“, „State of the union“ und „Re-Education (through labor)“. Weiter ging es mit Krachern wie “Long forgotten sons”, “Chamber the cartridge” oder „Prayer of the refugee“ und sowohl Band als auch Publikum sorgten für eine tolle Show. Die Songs wurden fast ausnahmslos lauthals mitgesungen und der Pit vor der Bühne war ebenfalls riesig. Höhepunkt des Auftritts waren die beiden abschließenden Zugaben „Give it all“ und „Ready to fall“, die dermaßen laut mitgesungen wurde, dass es mir einen Schauer nach dem anderen über den Rücken jagte. Großartige Show.

Pic by Zechi (New-Core.de)

Zum Abschluss des ersten Tages luden dann wie schon im letzten Jahr DEICHKIND zum Party machen ein. Diese Electro-Party-Mucke ist aber nicht so richtig mein Fall, weshalb ich dann doch lieber im hinteren Festivalbereich mit Freunden und Bekannten Party machte. Höhepunkt des Auftritts war wieder „Remmidemmi (Yippie Yippie Yeah)“ gegen Ende des Sets, was für totales Ausflippen bis in die hinteren Reihen sorgte.

Danach dann mit dem Sonderbus ab nach Hause ins Bett. Der Freitag war auf jeden Fall super. Organisation und Stimmung waren auch gut, auch wenn ich mir bei dem doch insgesamt relativ jungen Publikum mal wieder ziemlich alt vor kam. Aber das ist ein anderes Thema. Den Samstag habe ich mir dann aber krankheitsbedingt geschenkt, da mich außer Farin Urlaub und dem Racing Team auch keine Band so richtig gereizt hat. Laut Berichten von Freunden war es Samstags ebenfalls rappelvoll und Farin soll auch gut gewesen sein. Wir sehen uns im nächsten Jahr.

Mehr Infos zum Festival findet ihr unter www.rdels.de

Autor: Zechi
Magazine established by Pierre Brost in 2003 with Michael Hohmann
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