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04th
Sep 08

Rocco del Schlacko Festival

Rocco del Schlacko Festival 22./23.08.08
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Rocco del Schlacko Festival 22./23.08.08

Location: Püttlingen-Köllerbach, Sauwasen
1.Tag ca. 10.000 Besucher, 2.Tag: ca. 10.000 Besucher (ausverkauft)

Freitag 22.08.2008

Mando Diao, Turbonegro, Madsen, Gogol Bordello, Dune, Grand Island, Eternal Tango,No one knows

Vollkommen im Matsch versank am vergangenen Wochenende der Köllerbacher Sauwasen, wo in diesem Jahr das Rocco del Schlacko Open Air seinen 10. Geburtstag feierte. Am Freitag gab es immer wieder heftige Regenschauer, weshalb ich mich erst verspätet auf nach Köllerbach mache. Als ich vor Ort ankomme, spielen bereits GOGOL BORDELLO, deren Gipsy-Punk-Rock mich nicht wirklich interessiert, die live aber ganz gut Party gemacht haben sollen. Vor dem Eingang treffe ich Michi und Andy von Mikroboy, die gerade mit ihrem Tourmanager Manu, Soundmann Malle und Merchmann Freddy fleißig Flyer für ihren Auftritt am nächsten Tag verteilen. Leider fängt es nun wieder wolkenbruchartig an zu regnen und wir versuchen erstmal uns irgendwo unter zu stellen. Währenddessen fangen auf dem Sauwasen MADSEN an zu spielen. Es nützt alles nicht und so sind wir nach einer guten Stunde im Regen alle klatsch nass und ich nehme mich der Jungs an und so fahren wir zu mir nach Hause. Schade, denn Turbonegro und Mando Diao hätte ich doch gerne gesehen. Egal wir feiern bei mir zu Hause noch ordentlich Party, hören Musik und trinken einige Biere, während Malle verzweifelt versucht seine Klamotten irgendwie trocken zu föhnen. So gegen 2:30 Uhr sind Freddy und ich die letzten, die sich schlafen legen.

Samstag 23.08.2008

Deichkind, Kettcar, Donots, The (International) Noise Conspiracy, K.I.Z., Jennifer Rostock, Mikroboy, Johnboy

Am zweiten Tag sind wir dafür dann schon ab 11:30 Uhr auf dem Gelände am Start, der Regen hat endlich aufgehört und es sollte sogar meist die Sonne scheinen. Durch die sintflutartigen Regenfälle des Vortages hat sich das Gelände allerdings in ein einziges, riesiges Schlammfeld verwandelt. Wir hängen erstmal Backstage ab und machen uns locker für einen langen Festivaltag.

JOHNBOY machen dann am zweiten Tag mit solidem Rock’n’Roll den Anfang. Allerdings bekomme ich davon nicht all zu viel mit, da Freddy und ich vor dem Eingang noch Flyer verteilen.

Pünktlich zu MIKROBOY bin ich aber wieder vor der Bühne und die Jungs und ihre neue Keyborderin locken mit ihrem wunderbaren Indie-Electro-Pop bereits eine beträchtliche Anzahl Leute vor die Bühne. Insbesondere die Songs von der gerade erschienenen Debut-EP „Bis zum Ende“ wie „Traumweltleben“, „Anakin“ oder der Titeltrck werden im Publikum bereits fleißig mitgesungen. Höhepunkt des Sets ist das grandiose „Du nicht wir“ und nach einer halben Stunde und einer Zugabe ist der Auftritt leider viel zu schnell zu Ende.


Pic by Zechi (New-Core.de)

Im Anschluss spielen die überaus peinlichen JENNIFER ROSTOCK völlig belanglosen Rock/Pop, der durch die dämlichen Ansagen der Sängerin nicht gerade aufgewertet wird. Mit der Berliner Hip-Hopern K.I.Z. im Anschluss kann ich ebenfalls nichts anfangen, weshalb ich lieber im hinteren Teil des Festivalgeländes mit den Mikroboy’s und einigen Bekannten abhänge.


Pic by Zechi (New-Core.de)

Die Schweden von THE (INT.) NOISE CONSPIRACY um den ehemaligen Refused Frontmann Dennis Lyxzén machen danach ihre Sache aber wieder sehr gut und spielen eine richtig gute Show. Die ganze Truppe hat schwarze Hosen, weiße Hemden und lila Gilets bzw. Anzugsjacken an und zeigt sich mal wieder äußerst energetisch. Insbesondere Frontmann Denis ist sehr agil und springt ständig auf der Bühne herum. Das Publikum feiert ordentlich mit und lässt sich von dem ganzen Schlamm nicht vom Feiern abhalten.


Pic by Zechi (New-Core.de)

Danach muss ich etwas essen und trinken, weshalb ich die DONOTS fast komplett verpasse. Na ja die Ibbenbührener sind ja schon zum dritten Mal beim Rocco und auch sonst habe ich die Band schon oft genug gesehen. Die Jungs kommen beim jungen Publikum wieder mal gut an und so geht es vor der Bühne bei Songs wie „Whatever happened to the 80’s“, dem Twisted Sister-Cover „We’re not gonna take it“ oder der aktuellen Single „Stop the clocks“ ihrer neuen Platte „Coma Chameleon“ ordentlich ab. Letzteren Song kannte ich zwar schon aus dem Radio, allerdings wusste ich bis dato nicht, dass der Song von den Donots ist.

Die Hamburger KETTCAR sind ebenfalls zum dritten Mal dabei und spielen ein solides Set mit Songs von allen drei Alben. Mit „Deiche“ eröffnen sie ihren Auftritt und vor allem die Songs der ersten Platte wie „Ausgetrunken“, „Ich danke der Academy“, „Im Taxi weinen“ oder „Landungsbrücken raus“ kommen immer noch richtig gut und alle um mich herum sind lauthals am Mitsingen. Die neuen Stücke können mich dagegen weniger begeistern, wobei ich die neue Platte „Sylt“ auch noch nicht gehört habe.


Pic by Zechi (New-Core.de)

Zum Abschluss des 10 jährigen Jubiläums sorgen dann noch DEICHKIND mit einer dicken Bühnenshow für ordentlich „Krawall und Remmidemmi“ und erstaunlich viele lassen sich sogar noch im hinteren Festivalbereich mitreißen. Meine Musik ist das aber wirklich nicht und so treffe ich mich nach ein paar Songs noch mal mit der Mikroboy Truppe im Backstage-Bereich, um das diesjährige Rocco bei einigen Bieren, etwas Wodka-O und mit den Resten des Buffets gebührend zu beenden. Als wir uns nach dem Auftritt von Deichkind Richtung Ausgang begeben, stellen wir noch fest, dass der Tourbus von Kettcar auf dem Verbindungsstück zwischen Sauwasen und dem Eingangsbereich im Graben feststeckt. Die wollten wohl nicht warten bis Deichkind fertig waren und da sie rückwärts nicht raus kamen, da der Nightliner von Deichkind den Weg versperrte, bestanden sie darauf vorne über das Festivalgelände zu fahren. Tja und dabei sind sie dann im Graben gelandet und es geht erstmal gar nichts mehr. Nach einer schier endlosen Warterei am Eingang auf ein Taxi haben wir dann gegen 2 Uhr endlich Glück und kommen sicher an der großen Polizeikontrolle vorbei nach Hause.

Fazit: Es ist schon erstaunlich wie sich in 10 Jahren alles entwickelt hat. Von einem kleinen Festival Anfang Oktober 1999 mit fünf lokalen Bands, hin zum mittelgroßen 2-Tagesfestival mit internationalen und nationalen Größen und rund 10.000 Besuchern pro Tag. In diesem Jahr waren deutlich mehr Besucher aus der ganzen Republik angereist, dafür waren aber leider deutlich weniger Freunde und Bekannte dabei, was nicht zuletzt auf die etwas andere Bandauswahl zurückzuführen ist. Große Namen sind nicht alles und so würde sicher nicht nur ich mir ein musikalisch etwas härteres Programm wünschen. Mit so einem Hundewetter wie in diesem Jahr konnte keiner rechnen, trotzdem sollten sich die Veranstalter doch überlegen, ob man nicht für’s nächste Jahr irgendwelche Vorkehrungen treffen kann. Mir hat es trotz aller Widrigkeiten auch in diesem Jahr wieder Spaß gemacht und so werde ich aller Voraussicht nach auch 2009 wieder dabei sein. Bis zum nächsten Mal.

Mehr Infos zum Festival findet ihr hier

Autor: Zechi
Magazine established by Pierre Brost in 2003 with Michael Hohmann
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