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12th
Nov 04

October Blast Festival 2006

October Blast Festival 2006-45
EN Trier

Ex-Haus, Trier (ca. 550 Besucher)

Mit: Cult of Luna, Stretch Arm Strong, Mörser, Heaven Shall Burn, Cataract, Amulet, Destiny, Bridge to Solace, Shikari, Endstand, Paint the town red, Razor Crusade, A thin red line, The Ocean

Das diesjährige October Blast Festival in Trier konnte sich mal wieder absolut sehen lassen. 14 Bands aus 8 verschiedenen Nationen (Schweden, USA, Deutschland, Schweiz, Norwegen, Ungarn, Niederlande, sowie Finnland) zeigten an diesem Tag, wo der Hammer in Sachen Hardcore hängt. Die ersten 3 Bands verpasste ich leider, da es schon um 13 Uhr los ging. Vor allem die Karlsruher Metalcore Band A thin red line mit ex-Costas Cake House Leuten hätte ich nach dem wirklich geilen ersten Demo gerne live gesehen. Na ja beim nächsten Mal dann. Die erste Band, die ich an diesem sehr, sehr langen Tag zu Gesicht bekam waren die Münchner von Paint the town red. Hey und da ging es direkt sehr gut los. Extremdruckvoller HC à la The Hope Conspiracy mit einer geilen Live Performance und sehr viel Power. Gefiel mir richtig gut, v.a. die Songs gegen Ende des Sets wie „Strike Anthem“ von der ersten EP oder „Home is where the hate is“ vom gleichnamigen Debut Longplayer. Als besonderes Schmankerl wurde noch „Scratch the Surface“ der New York HC Urgesteine Sick of it all gecovert.

Als nächstes waren dann die Finnen von Endstand an der Reihe. Auf diese Band hatte ich mich mit am meisten gefreut und ich sollte nicht enttäuscht werden. Melodischer HC mit einem ziemlich durchgeknallten Sänger. Stellt euch in etwa eine Mischung aus Strike Anywhere, Kid Dynamite und Planesmistakenforstars vor. Wer die Band noch nicht kennt unbedingt anchecken. Meine persönlichen Highlights bei Endstand waren „Never good enough“ von der neuen Platte „Burning Bridges“, sowie die beiden Mitgröhlhits „I Promise not to stay quiet“ und „Dead Flies off the window still“ vom ebenfalls fantastischen Vorgänger „Never fall into silence“ Die Songs der neuen Platte sind im übrigen noch ein wenig brachialer als die alten Sachen, aber nicht minder gut. Im Pit ging es auch langsam zur Sache und so musste ich mich zum ersten Mal kopfüber von der Bühne stürzen.

Die Niederländer Shikari verpasste ich im Anschluss, da ich die Platten- und Merchandise-Stände näher untersuchte, aber pünktlich zu den Ungarn Bridge to Solace aus Budapest fand ich mich wieder vor der Bühne ein. Vor der Show kannte ich leider nur 2 Songs der Band, aber live waren sie einfach klasse. Flotter, melodischer, leicht technischer HC mit dem hervorragenden Shouter/Sänger Zoli und v.a. sehr, sehr feinen Gitarrenmelodien. Behaltet Bridge to Solace auf jeden Fall im Auge, denn von denen wird man in Zukunft noch so einiges hören.

Die Jungs von Destiny, die neue deutsche Metalcore Hoffnung, lieferten im Anschluss eine ordentliche, wenn auch etwas eintönige Show ab. Der Sänger sah wirklich noch verdammt jung aus, schrie sich aber heftigst die Seele aus dem Leib. Auf Dauer fehlt mir bei Destiny allerdings etwas der Wiedererkennungswert in den Songs, auch wenn sie mit „Your Diary“ und „Passing Moments“ von ihrer aktuellen Platte „The Tracy Chapter“ zwei echte Hits am Start haben.

Die Norweger von Amulet verpasste ich im Anschluss, da der Tag doch verdammt lang und anstrengend war und so musste ich erst Mal etwas Nahrung zu mir nehmen. Laut Aussage einiger Kumpels sollen Amulet aber eine gute Show gezeigt haben.

Die Metal-Mosh Machine Cataract aus der Schweiz waren die Nächsten. Mit ihrer aktuellen CD „With triumph comes loss“ haben sie sich selbst übertroffen und sind nun beim renommierten Metal-Label Metal Blade gelandet (LP-Version ist übrigens bei unseren Kollegas von Dead Serious erschienen). Direkt vom ersten Part an ging es im Mosh-Pit heftigst zur Sache und man sah nur noch irgendwelche Arme, Beine und Fäuste durch die Luft fliegen. Während des dritten Songs kam es dann direkt vor der Bühne zu einer wilden Schlägerei, woraufhin Cataract die Show abbrachen, da sie auf so einen Mist keinen Bock hatten. Und mir ist es echt egal, wer da jetzt angefangen hat und wer sich nur gewehrt hat. Behaltet doch endlich mal eure Nerven im Griff. Der Bassist von Catarct war es dann glaube ich, der sich noch eine längere Diskussion mit den Unholden lieferte und den Standpunkt der Band wiedergab, die auf solche Schlägereien während ihrer Shows keinen Bock hat. War auf jeden Fall für alle anderen Anwesenden sehr Schade, denn bis dahin war die Band fantastisch und wir hätten wohl alle gerne noch mehr gesehen.

Auf Heaven Shall Burn aus Saalfeld war ich im Anschluss sehr gespannt und ich sollte nicht enttäuscht werden. Los ging es mit einem Intro und dann ging es direkt mit ihrem Überhit „The Weapon they fear“ vom aktuellen Album „Antigone“ heftigst zur Sache. Das Publikum ging sofort gut mit und zum Glück war es vor der Bühne so voll, dass Kickboxen kaum möglich war. Heaven Shall Burn bewiesen, dass sie nicht nur auf nationaler Ebene zu Recht den Metalcore Thron inne haben, sondern auch international zur aller ersten Riege des Genres zählen. Die Ansagen waren sehr sympathisch, die Show war sehr energiegeladen und druckvoll und besser kann man Hardcore und Metal Elemente kaum verbinden. Der Mosh-Pit kochte und die Bühne wurde von zahlreichen Stagedivern geentert. Selbst Shouter Marcus sprang das ein oder andere Mal in die Menge. Heaven Shall Burn walzten mit ihren Sound alles nieder und vor allem die Stücke der aktuellen Scheibe „Antigone“ konnten mich besonders begeistern. Grandiose Show und der eigentliche Headliner des Abends!!!

Weiter ging es mit der Bremer Grindcore Legende Mörser, die ich mir allerdings nur kurz anschaute, da diese Gebolze und Gegrunzewirkich nicht so ganz mein Fall war.

Nun zur einzigen Band aus den Staaten an diesem Abend Stretch Arm Strong aus South Carolina. Perfekt gespielter melodischer HC mit einigen Mosh-Parts und einer ordentlich rockigen Kante. Vor allem sind Stretch Arm Strong ziemlich eigenständig und haben natürlich massig Hits am Start. Vom aktuellen Album „Engage“ wurde u.a. der geniale Opener „We bleed“ gespielt, vom Vorgänger „Revolution transmission“ u.a. „For the record“ und „Worst case Scenario“ und auch der geile melodische Kracher „Landslide“, den es bisher nur als Vorab-Download gibt. Die Menge ging ebenfalls gut mit und so gab es wieder zahlreiche Stagedives und einige kleinere Circle Pits. Leider war die Show schon nach etwa einer halben Stunde viel zu schnell zu Ende, was aber auch der einzige Kritikpunkt ist.

Den Abschluss des diesjährigen Oktober Blast bildeten Cult of Luna aus Schweden, die nach einer schier endlos erscheinenden Umbaupause gegen 1 Uhr in der Früh die Bühne betraten. Los ging es mit einem ruhigen und sehr langen Gitarrenintro, der Song baute sich extrem langsam auf und explodierte dann gegen Ende. In Anbetracht der Länge des Festivals und der riesigen Anzahl an Bands waren wir dann aber so erschöpft, dass wir nach kurzer Zeit den Heimweg antraten.

Meine Highlights des Festivals waren Stretch Arm Strong, Heaven Shall Burn, Bridge to Solace und Endstand, aber eigentlich waren fast alle Bands, die ich gesehen habe wirklich gut und erfreulich war vor allem wieder mal zu sehen, dass es auch in Europa eine ganze Menge geiler Bands gibt, die sich nicht hinter den großen Ami-Bands verstecken müssen.

Ein dickes Lob an die Jungs von Alphadoubleplus.de und Mountcaldera.de für das wirklich geile und perfekt organisierte Festival. Wenn das Line up im nächsten Jahr genauso fett wird, bin ich und alle anderen mit Sicherheit wieder da. Wie wäre es denn mal mit einem Open Air im Sommer im Innenhof vom Ex-Haus? Das wär’ ein Fest und vor allem wäre dort auch mehr Platz.

Fotos vom October Blast gibt es in der NC Picture Gallery und zwar hier

Autor: Zechi
Magazine established by Pierre Brost in 2003 with Michael Hohmann
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