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07th
Oct 04

M.A.D. Hellfire Fest

M.A.D. Hellfire Fest-41
EN Berlin

SO36 Berlin. Lange Zeit hatte es den Anschein das viele europäische Hardcore und Metalcore Acts bei ihren Touren einen großen Bogen um Berlin machen. Vereinzelt verirrten sie sich zwar nach Berlin, Festivals wie das Pressure Fest oder die Lifeforce Showcase suchte man in Berlin jedoch vergebens. Die Einzige Ausnahme bildete die Eastpack Resistance Tour, welche einmal im Jahr auch in Berlin hielt.
Glücklicher Weise fand sich mit M.A.D. Tourbooking nun endlich ein Veranstalter, der diese Situation ändern wird. Acht Bands hatten das Vergnügen bei der ersten Auflage des M.A.D. Hellfire Fest im Kreuzberger SO36 aufzutreten.

Opening act war die Berliner Band Alithia. Gegen 18.00 begannen sie ihr set vor einem beachtlich gefüllten SO36. Bereits beim zweiten Song konnten man den ersten Stagediver des Abends sehen. Kurze Zeit später hatte man dem Diver jedoch die Arme ausgerissen und seine Innereien im ganzen Club verteilt. Glücklicherweise handelte es sich dabei nur um ein riesiges m&m Kuscheltier. Alithia boten insgesamt eine sehr gelungene Performance und auch Soundtechnisch lief alles glatt.
Nach kurzer Umbaupause folgten Deadsoil. Das Publikum begann langsam abzugehen.. aber auch nur langsam.
Als Nächstes waren Destiny dran, welche definitiv eine der aufstrebenden Bands der deutschen Szene sind. Vor ihnen liegt noch ein weiter Weg und ein Potential das es auszuschöpfen gilt. Wie groß sein stimmliches Potential wirklich ist bewies Destinysänger Johannes zuletzt auf dem neuen Caliban Album „The Opposite from Within“, auf welchem er die Clean Vocals übernahm. Das Hellfire Fest stellte den letzten Gig ihrer gemeinsamen Tour mit Most Precious Blood dar, was ihnen keines Wegs anzumerken war und auch gebührend vom Publikum gewürdigt wurde.
Den vierten Slot des Hellfire Fests belegten die Schweizer von Cataract. Im Gepäck hatten sie ihr neues Brett „With Triumph comes Loss“, was wie schon der Vorgänger sehr gut beim Publikum ankam. Es lohnt sich auf jeden Fall Cataract auf ihrer kommenden Triumph of Hate Tour zusammen mit Maroon einen Besuch abzustatten.
Damit wären wir auch schon bei der nächsten Band, Maroon. Reagierte das Publikum bis jetzt, für Hardcoreverhältnisse noch eher verhalten, brach jetzt das kontrollierte Chaos aus. Maroon verstanden es wie keine andere Band das Publikum bis zum Siedepunkt aufzuheizen. Von Circlepits über kamikazeartigem Stagediving war alles dabei. Der Preis für diese Supershow war eine Platzwunde am Kopf des Sängers, welche ihn jedoch nicht wirklich zu stören schien. Eine sehr mitreißende Band die man live gesehen haben muss.
Eine Pause schien nicht in Sicht. Denn born from pain nahten. Mittlerweile dürften sie Heimvorteil in Berlin haben. Jedoch schien das Publikum zu schlapp und ermüdet, selbst die „Out to Destroy“ Sprechchöre beim Kracher „Day of the Scorpio“ funktionierten nicht so recht. Insgesamt lieferten die Jungs wie immer eine sehr solide Show. Man darf gespannt das nächste Album erwarten, welches im April 2005 erscheinen wird.
Die vorletzte Band des Abends sollten Most Precious Blood aus New York sein. Leider begannen sich die Reihen zu lichten, sodass Most Precious Blood nur noch vor einem zu drei vierteln gefüllten SO36 spielten. Mich persönlich konnten sie mit ihrem eher monotonen Sound nicht wirklich überzeugen aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten. Allein die Tatsache, dass dies der letzte Deutschland Gig ihrer Tour war spornte genug Leute an noch mal alles zu geben.
Zum Schluss gab es dann noch einen blutigen Strauß Melodien von unser aller Lieblingsthüringern Heaven Shall Burn. Souverän wie immer spielten sie ihr Set, ohne dabei routiniert zu wirken. Ein letztes Mal wurde Alles gegeben und das Hellfire Fest damit gelungen beendet.
Abschließend sei gesagt, dass die gesamten Veranstaltung sehr gut durchorganisiert war und es zu keinem Zeitpunkt Verzögerungen gab. Sound, Line Up, Publikum, Location alles war perfekt. Es bleibt zu hoffen das nächstes Jahr eine Fortsetzung folgt.

Autor: Fantomas
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