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30th
May 05

Krakfest 2005

Krakfest 22./23.04.05
EN Trier

Krakfest 22./23.04.05 (ca. 350/300 Besucher)

22.04.05 The Great Deceiver, Hatesphere, Modern Life is war, Cataract, Aborted, Black Friday 29, Leng Tch’e, Japanische Kampfhörspiele, Malkovich, Totalt Jävla Mörker

23.04.05 Undying, The Ocean (feat. Shouter of Breach), Fear my Thoughts, Sons of Tarantula, The Plot to blow up the Eiffel Tower, Children of Fall, The Now-Denial, Tumult, Bridge to solace, Eaves, IRA, Since the Day

Als ich am Ex-Haus eintreffe sind die Schweden von TOTALT JÄVLA MÖRKER schon fast fertig mit ihrem Set. Schnelle, kurze Crust/Hardcore Attacken und ein durchaus gelungener Auftakt für das diesjährige Krakfest.

Die Niederländer von MALKOVICH waren die Nächsten und erinnerten mich mehr als einmal an JR Ewing. Aber was hat sich nur der Sänger mit seinem lilanen Ballonseide Trainingsanzug gedacht? Das sah ja wirklich so was von schlecht aus – unglaublich. Also sah ich mir erst mal die Ausstellung an in der zahlreiche Zeichnungen, Fotos, Gemälde und Cover gezeigt wurden.

Der Grind-Core von JAPANISCHE KAMPFHÖRSPIELE war zwar musikalisch so gar nicht mein Fall, aber die Jungs kamen auf jeden Fall sehr witzig und sympathisch rüber und so kam der Pit im Ex-Haus zum ersten Mal in Fahrt.

LENG TCH’E verpasste ich im Anschluss, da ich noch ein wenig im Innenhof verweilte. BLACK FRIDAY 29 mit ihrem schnellen Old School Hardcore mit massig Mosh-Parts versehen waren dann wieder eher mein Fall und die Show war auch ganz ordentlich. Die Band gab ordentlich Gas auf der Bühne und während sich diesmal die Metaller im Publikum zurückhielten gingen die HC Kids ab. Gespielt wurden vor allem Songs der Debut CD „The Escape“ auf GSR und die Scheibe kann man ruhig mal anchecken.

Die Death Metaller von ABORTED aus Belgien waren echt nicht so mein Fall, weshalb ich mich lieber noch ein wenig im Innenhof aufhielt und mit ein paar Leuten laberte.

Pünktlich zu CATARACT waren wir dann aber wieder vor der Bühne und nachdem die letzte Show in Trier wegen einer Schlägerei nach nur drei Songs abgebrochen worden war, durfte man die Schweizer Metalcore Helden jetzt endlich in voller Länge erleben. Cataract waren für mich und ich denke auch für viele andere die beste Band des Tages. Geboten wurden vor allem die Hits der aktuellen Killerscheibe „With triumph comes loss“ (CD bei Metal Blade, LP bei Dead Serious) und die Band präsentierte sich in guter Form. Im Mosh Pit ging’s jetzt ebenfalls ordentlich zur Sache und nach einer viel zu kurzen halben Stunde war dann leider schon Schluss.

MODERN LIFE IS WAR hatte ich schon knapp zwei Wochen vorher mit Converge in Karlsruhe gesehen, aber die Show in Trier war um einiges besser. Powervoller Hardcore in bester The Hope Conspiracy Manier. Schön druckvoll und heavy. Modern life is war gaben vor allem die Stücke ihrer Debut Scheibe „My love my way“ zum Besten und ich bin echt mal auf den demnächst erscheinenden Nachfolger gespannt.

Die Dänen von HATESPHERE waren dann die Vorletzten an diesem Tag und auch sie konnten mich echt begeistern. Trash Metal der absoluten Oberklasse mit fetten Blast Parts, dicken Mosh Parts und coolen Melodien. Hatsphere spielten u.a. Songs ihrer geilen neuen EP „The Killing“ und des Albums „Bloodred Hatred“. Im Pit und auf der Bühne gab es massig Action und zum Abschluss gab es auch noch meinen Lieblingssong „Hate“.

Die Schweden von THE GREAT DECEIVER mit Tompa Lindberg (Disfear, Nightrage, ex-At the Gates) am Gesang habe ich mir dann nur noch ein paar Songs lang angesehen, da es am nächsten Tag ja weiter gehen musste. Leider kannte ich The Great Deceiver vorher kaum, aber die Show war auf jeden Fall ok. Gegen kurz vor 2 machten wir uns dann auf den Heimweg.

SINCE THE DAY und IRA verpasste ich am nächsten Tag erst einmal, da ich noch keine Lust hatte wieder so früh am Ex-Haus zu sein. Von den Aachenern EAVES sah ich dann leider auch nur noch die letzten beiden Songs, was ich dann doch etwas bedauerte, da ich die ganz gut fand.

Mit BRIDGE TO SOLACE aus Budapest/Ungarn kam im Anschluss dann schon mein persönliches Highlight des Krakfestes. Schneller und vor allem ziemlich eigenständiger Hardcore. Die Gitarrenmelodien finde ich den absoluten Hammer, die melodischen Parts sind toll und mich erinnern die Ungarn des öfteren an eine schnellere und etwas melodischere Version von Shai Hulud. Bridge to Solace boten fast alle Hits des Debuts „Of bitterness and hope” und der Nachfolge-EP “Kingdom of the dead”. Meine persönlichen Highlights waren “Will you rewrite history with me“, „How long do we have to bear our fucking crosses” und natürlich “These maps are written in blood”, das es im letzten Teil des Sets gab. Leider ging das Publikum noch nicht wirklich viel mit, aber für mich sind Bridge to Solace momentan eine der besten und interessantesten Hardcore Bands nicht nur aus Europa.

TUMULT verstörten mich als nächstes dann erst mal. Der Sänger sah aus wie einer von der Ramones, stellte seinen Mikrofonständer mitten ins Publikum und dann legten sie erst Mal mit einem Ramones Cover los. Dem jedoch noch nicht genug, im Anschluss folgten noch vier weitere Ramones Songs und ich wusste endgültig nicht mehr was ich von denen halten sollte. Zumal ich die Band vor Jahren schon Mal im AJZ Homburg gesehen hatte und da machten sie übelsten Schrei Kram. Es kamen dann doch noch ein paar typische Tumult Songs wie ich sie in Erinnerung hatte. War auf jeden Fall ein gelungener Auftritt und die Ramones Cover waren echt cool.

Die Norddeutschen von THE NOW-DENIAL rockten das Ex-Haus danach ganz gewaltig. Bester Portland Style Hardcore in Richtung Tragedy oder From ashes rise. Die Band gab alles und wurde von der Crowd gebührend abgefeiert. The Now-Denial waren für mich die Entdeckung des Krakfestes und live waren sie echt sau gut.

CHILDREN OF FALL schaute ich mir nur drei Songs lang an. Netter Emo Hardcore, aber mich zog es dann doch nach draußen zum entspannen.

Auf die neue Revelation Band THE PLOT TO BLOW UP THE EIFFEL TOWER war ich im Vorfeld doch gespannt, aber die waren mir dann doch zu durchgeknallt. Ganz komischer Art-Core, schwer zugänglich, da sind die Blood Brothers die reinste Pop-Band dagegen. Außerdem schien der Sänger bzw. Saxophonist ein Problem mit seinem Penis zu haben, denn an diesem spielte er ständig rum. Als er sich zwischendurch mal ins Publikum begab und einem Typen das T-Shirt hobhoch, gab’s erst mal eine Bierdusche. Seltsame Band mit der ich echt nix anfangen kann.

Nach einigen MP3 Hörproben hatte ich auf die folgenden SONS OF TARANTULA null Bock und so durchstöberte ich lieber noch ein paar Plattenkisten und relaxte.

FEAR MY THOUGHTS aus Freiburg sah ich zum ersten Mal und war absolut positiv überrascht. Metalcore mit großem Metal Einschlag. Die Band gab alles und präsentierte vor allem Songs der letzten Platte „The great collapse“ wie z.B. das geniale „Sirens singing“. Im Publikum gingen sowohl die Metaller als auch die HC Kids ab und so hatten alle ihren Spass.

Nach längerer Umbaupause wegen der Lightshow kam dann das Berliner Kollektiv THE OCEAN auf die Bühne, unterstützt vom ehemaligen Breach Shouter. Fans von Isis und Co hatten sicher ihren Spass, aber ich gönnte mir noch eine letzte Pause vor der letzten Band.

Mit UNDYING kam im Anschluss dann die letzte Band des Krakfestes und ich kann nur sagen, dass sich das lange Warten echt gelohnt hat. Metalcore deluxe und die kleine Shouterin war der absolute Hammer. Noch viel brutaler als die Vocals bei Walls of Jericho, massig Action und dabei sah sie ganz normal aus. Von der coolen aktuellen Scheibe „At history’s end“ wurden massig Songs gespielt und so gab es auch im Pit noch ein letztes Mal ordentlich Action.

Das Krakfest war in diesem Jahr auf jeden Fall ganz gut, auch wenn ich mir lieber alle guten Bands an einem Tag angesehen hätte, da es zwischendurch doch auch einige Bands gab, die mir nicht so richtig reingingen. Highlights waren für mich auf jeden Fall am ersten Tag Cataract, Modern life is war und Hatesphere und am zweiten Tag Bridge to Solace, Undying, The Now-Denial und Fear my Thoughts.

Autor: Zechi
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