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31st
Oct 13

Hamburg Metal Dayz 2013

2. Hamburg Metal Dayz – Markthalle Hamburg
EN Hamburg

2. Hamburg Metal Dayz  – Markthalle Hamburg

Review von: Volker Schmidt
Konzert-Marathon-Wochenende in der schönsten Stadt der Welt. Für das Rock/Pop-Publikum das Reeperbahnfestival und zum zweiten Mal die Hamburg Metal Dayz. Organisiert von den Wacken-Verantwortlichen wird ein kleines indoor Metal-Festival mit großem Rahmenprogramm geboten. Nicht nur musikalisch, sondern auch in Form von informativen Panels, Workshops und Lesungen an drei Tagen in Folge. Für die Veranstaltungen wird die, verkehrsgünstig am Hauptbahnhof gelegene, Markthalle genutzt. Die Konzerte fanden im großen Saal und im kleinen Saal, MarX genannt, statt. Workshops und Panels gab es im MarX, Lesungen im großen Saal. Das Foyer stand offen für Merch, Meet & Greet, der Mandowar-Show und Tattoo-Lounge. Hier konnte man sich kostenlos das W:O:A-Logo von professioneller Hand stechen lassen.

Tag 1. Freitag
Dieser Tag stand unter dem Motto ‚Young Generation Night’. Schon fast klar, was dort geboten wurde: Metalcore. Das Vorprogramm bestand aus Merchandise-Panel, Black Mandel Lesung, und W:O:A Kickoff. Der musikalische Abend begann mit Scarred by Beauty aus Dänemark. Trotz Publikumsflaute kam die extreme Spielfreude an. War zumindest eine gute Einstimmung für die darauf folgenden und bekannten deutschen Eskimo Callboy. Wie man sie auch schon aus Wacken kennt wurde es bunt, laut und schrill, quasi die Disco-Jungs des Abends. Als Begrüßung brachten sie eine leckere Bierdusche mit – sehr zur Freude der Fotografen. Genauso discomässig wurde es parallel im MarX bei Run Liberty Run, die in weißer Montur und in blaues Licht getaucht die überschaubaren Zuschauer einheizten. Zwischendurch hat Mambo Kurt im VIP für Entertainment gesorgt. Seine Klimperversionen von bekannten Metalsongs sind eine nette Abwechslung und untermalen fantastisch die 3D-Vorschau des kommenden Wacken-Films, welcher mit 3D-Brillen auf Leinwand angeschaut werden konnte. Das Highlight des Abends waren Caliban, die man hierzulande zwar sehr oft zu sehen kommt, dennoch sind sie ein absoluter Stimmungsgarant. Zu früherer Stunde standen sie im Meet & Greet ihren Fans gegenüber und konnten dem Andrang kaum Herr werden. Trotz kleiner technischer Pannen haben sie wieder eine brillante brachiale Show abgeliefert und zum Circle-Pit, Wall of Death und Crowd-Surfing animiert. Neben den Klassikern beendeten Caliban den ersten Abend der Hamburg Metal Dayz mit dem Cover „Sonne“ von Rammstein.  

Tag 2. Samstag
Das Motto des Tages lautete ‚Full Metal Night’. Neben dem Vorprogramm Mambo Kurt, Panel: Geld im Musikgeschäft und Touring und der Lesung von Micha-El Goehre machten The New Black den Einstand auf der Hauptbühne. Die Hard-Rocker aus Würzburg hatten keine Probleme das Publikum mitzureißen. Weil Rage ohnehin der Hauptact des Abends war, bot es sich an, dass der Gitarrist Victor Smolski gleich auch noch einen Workshop im MarX abhielt. Optisches Highlight des Abends waren aber ganz klar die deutschen Orden Ogan. Mit Windmaschine und Endzeit-Kriegern a la Mad Max auf der Bühne wurde powermetallmäßig gerockt, eine ganze Stunde lang. Parallel gaben sich 5th Avenue im MarX die Ehre. Hier bangten sich ein paar wenige Kuttenträger den Schweiß von der Stirn. Rage aus Herne betraten nicht ganz pünktlich die Bühne (es gab ein wenig Schwierigkeiten beim aufwendigen Schlagzeugset) – ganz ungewohnt zu dritt – wo man sie neulich in Wacken noch pompös mit Lingua Mortis Orchestra und Gastsänger sah. Powermetal par excellence erfüllte den Saal und erfreute die an diesem Tag etwas betuchtere Masse. „Straight to hell“ war ein Highlight der Show. Kurz vor Ende des Abends konnte man noch schnell zu Paragon reinschauen, bevor dann pünktlich um 23 Uhr auch der Samstag vorbei war.

Tag 3. Sonntag
Eigentlich war dieser Konzerttag schon vor den Metal Dayz geplant, so wurde das Motto glatt nach dem Hauptact benannt: Bodom Night. Heute bot das Vorprogramm: Recording & Producing Panel, diversen Meets & Greets, Mambo Kurt und einen interessanten Vortrag von Tim Eckhorst über Cover Art. Spannend waren hier die kleinen eingearbeiteten Micky Mäuse in diversen Iron Maiden Covers. Z.B.: bei der Single zu „Charlotte the Harlot“ oder einer Auflage von „Powerslave“ Wer hätte das gewusst? Die Finnen von Medeia starteten heute die Bodom Night mit Metalcore, als einzige Band mit weiblicher Besetzung am Synthi. Das kurze 30Minuten-Set stimmte gut auf die folgenden großartigen und sympathischen Jungs von Insomnium ein. Sie kommen ebenso aus Finnland und ihr Melodic-Death ist allseits beliebt. So präsentierten sie an diesem Abend ihre erst neu erschienene EP „Ephemeral“. Warum sie nicht einmal eine Stunde spielen durften ist unverständlich. Ebenso, warum deren Meet & Greet nach 10Min mangels Interesse abgebrochen wurde. Dafür wurden Children of Bodom eine umso längere Bühnenzeit gewährt, ganze 1,5h. Sie hielten es allerdings nicht für nötig sich ihren Fans beim M&G länger als 15Min zu stellen, obwohl 30Min angedacht waren. Parallel standen Accu§er im kleinen Saal und gaben ihren Thrash-Metal zum Besten – ganz unfinnisch für diesen Themenabend. Wie man Children of Bodom kennt, kamen sie mit viel Lichtshow, einer Videoleinwand und dem BH-Sammelständer des Keyboarders auf die Bühne. Alexi posierte wie gewöhnt, mit Nagellack, Kajal und silbernen Ärmreifchen. Die Show war großartig, der Saal rappelvoll und das Finale der Hamburg Metal Dayz fulminant. Auch wenn man leider noch immer nicht weiß, wer denn jetzt als Headliner zum Wacken Open Air 2014 kommt. Man munkelt ja so einiges...

Alle Bilder findet Ihr in der New-Core Bildergalerie. Alle Rechte vorbehalten, Volker Schmidt & New-Core.de

Autor: Pierre
Magazine established by Pierre Brost in 2003 with Michael Hohmann
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