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29th
Nov 04

From Autumn To Ashes

From Autumn To Ashes-47
EN Köln

Köln Live Music Hall, Vagrant Europe Tour. Zugegeben, in letzter Zeit wird man geradezu mit einer Vielzahl von Bands überschwemmt die versuchen hübsche Melodien oder harmonische Gesänge mit einer Ladung Härte zu kombinieren. Viele spielen dann einfach ein paar fette Riffs drüber und bezeichnen das ganze dann als ein Mischung aus "irgendwas mit Emo" und "irgendwas mit Core" am besten noch mit "Hard" dazwischen. Und dennoch behaupte ich, dass man from autumn to ashes ganz bewusst dort eben nicht platzieren sollte. Aber warum? Machen die denn nicht auch eben beschriebenes? Nein! Sie machen etwas anderes und sie machen es gut!

Und eben dies zu beweisen galt es am 20.11.2004 in der LiveMusicHall in Köln im Rahmen der Vagrant Europe Tour. Viele sagten mir, dass es auch langsam mal Zeit werden würde das die Jungs zu uns rüber kommen. Zwar ist das zweite Album the fictions we live erst seit kurzem offiziell in deutschen Läden erhältlich, hatte aber doch schon seit der Veröffentlichung in den Staaten vor knapp einem Jahr auch hier für Wirbel gesorgt.

Anfangen sollte es an diesem Abend aber zuerst mit Emanuel und Moneen, wobei mir besonders letztere gut gefielen. Ein Sänger der aussieht als könnte er bei einer Berührung wie ein trockener Zweig zerbrechen. Und dann aber wirbelt er mit seiner Gitarre mit einer solchen Energie auf der Bühne, dass er dabei einfach nur sympathisch wirkt und seine Songs richtig gut rüber bringt. Die Songs selbst waren meiner Meinung nach sehr abwechslungsreich, was gerade durch die vielen etwas verfrikelt wirkenden Gitarrenparts zum Vorschein kam. Recht gute atmosphärische Mischung jedenfalls, die mir persönlich sogar mehr zusagte, als die darauf folgenden Senses fail. Diese schafften es allerdings endlich mal das Publikum in Bewegung zu bringen. Locker flockig wurden so mit ein paar hübschen Melodien und hier und da mal heftigeren Parts die nächsten 45 Minuten gut rum gebracht.

Endlich dann from autumn to ashes mit dem Opener lilacs and lolita auf die Bühne. Der Frontmann haute uns gekonnt die harten Parts um die Ohren und überlies die melodischen Parts dem Drummer der seine Aufgabe ebenfalls vorzüglich meisterte. Heraus kam ein grandioses Zusammenspiel welche durch die Abwechslungsreichen Gitarren (vor allem bei den längeren Liedern des älteren Albums) untermalt und ausgebaut wurde. Also war es auch nicht schwer nachzuvollziehen als die Menge endlich anfing zu toben und ich einmal mehr erleichtert zur Kenntnis nahm, dass eine kurze Hose auf einem Konzert Gold wert ist (auch wenn man sich vorher den Arsch in der Kälte abfriert). Das Programm war eine gute Kombination aus alten wie neuen Songs, lediglich die mit der zusätzlichen Sängerin waren verständlicher Weise nicht zu hören, aber alle Knaller waren auf jeden Fall dabei. Nicht sonderlich verwunderlich wie also das Publikum abging und zu harten Parts moshte, zu den schnellen poggte und zu ruhigen - ja was eigentlich? - da stand und zuhörte bzw. wie jemand neben mir niederkniete und betete (hää?!? - na ja, von mir aus). Zum Abschluss natürlich den Opener des aktuellen Albums the after dinner payback und zur Zugabe meinen Lieblingssong der Band reflections.

Ja sag ich. Auf jeden Fall ein gelungener Abend, bis es dann zur Heimfahrt ging (den Stress den ich dann hatte brauch ich ja an dieser Stelle nicht noch ausführlicher zu berichten).

Autor: Radagast
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