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15th
Jun 13

Fortarock 2013

So war es beim Fortarock 2013
EN Nijmegen

So war es beim Fortarock 2013

Mit ungemütlichem Wetter empfangen uns die Nachbarn aus den Niederlande beim FortaRock in Nimwegen. Eigentlich heißt es ja FortaRock XL, denn zum ersten Mal findet das Festival in einer größeren Location, nämlich im GoffertPark, statt. Der berühmte Park bietet Platz für 40 000 Fans und ermöglicht einen ganzen Tag mit wirklich durchgehend hochkarätigen Band abzufeiern. Der Autor ist etwas zu spät auf dem Festival und wird daher als erstes von den einheimischen Delain begrüßt. Die zwei Bands die schon gespielt haben sind also verpasst. Dass das Festival schon seit ca. 1 Stunden gestartet ist merkt man am Geräusch beim Gehen auf der Wiese. Ein zartes Knirschen und Knarren wie auf dünnem Eis lässt den Blick nach unten wandern. Eine Schicht aus kaputten Plastikbechern zeigt dann deutlich, dass es die Holländer nicht so eng sehen mit der Müllvermeidung. Der Grund: Bier und Speisen gibt‘s nur gegen Plastikchips (Munten), aber ohne Pfand. Positiv ist, dass es dadurch schnell geht am Bierstand und niemand unter Durst und Hunger leiden muss. Der Tausch von Geld zu Plastikchips geht über Automaten und funktioniert reibungslos.

Auf drei Bühnen teilen sich die 18 Bands auf. Nachmittags laufen die Shows meist parallel, so dass man vor der Qual der Wahl steht, ob man eine Band vollständig sieht oder ob man im Kreis läuft und von jeder Band etwas mitbekommt. Die Hauptbühne wird nach DELAIN von TEXTURES gerockt, die kurzfristig für FIVE FINGER DEATH PUNCH eingesprungen sind. Im Zelt befindet sich die zweite Bühne auf der gerade ENSLAVED gefeiert werden. Bevor es im Zelt mit HEAVEN SHALL BURN weitergeht kann man kurz zur dritten Bühne laufen und gucken ob ENTOMBED schon angefangen haben zu spielen. Essen gibt es auf dem Festivalgelände in großer Auswahl und in guter Qualität. Ähnlich wie beim Bier bezahlt man mit Plastikchips und merkt gar nicht wie viele Euro da über den Tisch wandern. Nachgerechnet bewegten sich die Preise aber zwischen 2,50 Euro und 5 Euro, also im üblichen Rahmen. Beim Essen bleibt man dann auch gleich vor der Hauptbühne stehen und genießt die Spielfreude von AIRBOURNE. Die Band rockt richtig los und man muss sagen, so was erlebt man auch nicht auf jedem Festival bereits um 16:30 Uhr. Das Problem bei einem Eintagesfestival ist, während man Sänger Joel O’Keeffe beim Erklimmen der höchsten Bühnensäule zuschaut, hat man MASTODON und FINTROLL schon halb verpasst. Naja dann genießt man noch etwas die Sonne, die sich um 17:00 Uhr tatsächlich mal für eine kurzen Moment sehen lässt. Zum Aufwärmen reicht’s nicht ganz, aber dadurch bekommt das Wetter allgemein noch die Note „befriedigend“ in der Gesamtbeurteilung. Weiter geht’s mit MOTÖRHEAD. Ein paar Songs der guten und routinierten Show reichen, dann muss man ins Zelt um nicht die Stimmungsmacher von AMON AMARTH zu verpassen. Sänger Johan hat es leicht mit seinem kraftvollen Gesang und seinem Charme die Fans mitzureißen. Parallel auf der kleinen Bühne gelingt das Mille & Kreator bestimmt genauso gut.

Zum Abend hin werden die Überschneidungen zwischen den Bühnen weniger und so können alle den Auftritt von VOLBEAT verfolgen. Die Dänen klingen etwas müde und die Setlist wird gut und routiniert aber etwas leidenschaftslos dargeboten. Nach Meinung vom Autor haben die Songs der neuen Scheibe einfach zu wenig Feuer um live richtig zum Abgehen anzustacheln. Man könnte auch sagen, sie kommen weichgespült rüber. Michael Poulsen erinnert noch kurz an Jeff Hanneman und zollt ihm mit einer kurzen Einlage von „Raining Blood“ Tribut. Einige verlassen die Hauptbühne um ins Zelt zu OPETH zu wechseln und andere zieht es zu HATEBREED. Auch Jamey Jasta lässt es sich nicht nehmen und erinnert ebenfalls an den kürzlich verstorbenen Musikerkollegen Jeff Hanneman. HATEBREED sind sympathisch wie immer und lassen es richtig krachen. Jeder Song ein Hit zum Pogen und Abgehen. Was für ein geiler Gig! Noch verschwitzt und außer Atem hat man 10 min Zeit um das Intro von RAMMSTEIN nicht zu verpassen. Rammstein starten mit „Ich tu‘ Dir weh“ und zünden Feuerwerk in und über der Bühne. – Ja, genau so muss das sein! Till schwebt von oben mit einer rosa Plüschjacke ein und legt los. Für 90 Minuten gibt es dann RAMMSTEIN wie man es erwartet und wie es immer ist. Pyro, Feuer, fette Lichtshow und ein wortkarger Till Lindemann. Als Zugabe gibt es „Mein Herz brennt“ in einer Akustik-Version mit Klavier und Gesang, sowie „Sonne“ und „Pussy“. Und damit Endet das FortaRockXL 2013. Um 23:45 Uhr strömen die Menschenmassen aus dem Park und verteilen sich auf die umliegenden Parkhäuser, Busse und Bahnhöfe. Besser kann man seine Zeit an einem Samstag nicht verbringen!

Autor: Pierre
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