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30th
May 05

Deconstruction Tour 2005

Deconstruction Tour 06.05.2005
EN Trier

Deconstruction Tour 06.05.2005 Arena, Trier (Ca. 3000 Besucher)

Mad Caddies, Boy sets fire, Strung Out, Strike Anywhere, Only Crime, From Autumn to Ashes, Capdown, Smoke or Fire, Banda Bassotti, Streetlight Manifesto

Am 06 Mai machte die diesjährige Deconstruction Tour in Trier Station. STREETLIGHT MANIFESTO verpassten wir erst Mal, da es schon recht früh los ging. Als wir in die Halle kamen war es schon ziemlich voll und die Italiener BANDA BASSOTTI betraten gerade die Bühne. Sie spielten ganz ordentlichen Ska-Punk und hatten wie alle anderen Bands ein riesiges Merchandise Angebot für das geneigte überwiegend jugendliche Publikum an der Merchandise Meile am Eingang der Halle.

Im Anschluss kamen die kurzfristig auf die Tour aufgesprungenen SMOKE OR FIRE aus Richmond/Virginia auf die Bühne. Leider war der Sound wie eigentlich die meiste Zeit ziemlich mies, aber trotzdem rockten sich die Smoke or Fire durch ihr Fat Wreck Debut „Above the City“ und konnten mich mit Hits wie „Loving self-loathing“ oder „California’s burning“ in bester Avail Tradition echt überzeugen. Gute neue Band.

CAPDOWN waren die Nächsten und spielten ziemlich durchschnittlichen Ska Punk, der mich nicht wirklich ansprach. Nun folgte die erste Halfpipe Session der BMXer und Skater, die man von vergangenen Deconstruction Touren ja schon kennt. Vor allem Skater Jocke Olson zeigte wirklich einige sehr geile Tricks.

Bei FROM AUTUMN TO ASHES kam der Pit dann zum ersten Mal richtig in Fahrt. Guter Screamo Hardcore mit melodisch rockigen Passagen und heftigen Metalcore Parts. Der Gesang variiert ebenfalls zwischen gesungenen Parts des Drummers und dem derben Geschrei des Shouters. Sie spielten vor allem die Hits der aktuellen Platte „The fiction we live“ wie „Lilacs and letdowns“ oder „Miligram Smile“ und waren sehr agil auf der Bühne. Hat ordentlich gerockt und beim letzten Song, ihrem Über-Hammer „The after dinner payback“ war im Pit echt die Hölle los.

Die neue Fat Wreck All Star Band ONLY CRIME spielt besten Hardcore /Punk zwischen Black Flag und Good Riddance. Am Gesang steht Russ Rankin von Good Riddance, , am Schlagzeug Bill Stevenson (Descendents, All, Black Flag), an den Gitarren Aaron Dalbec (Bane, Converge) und Zach Blair (Hagfish, Gwar) und am Bass Donivan Blair (Hagfish). Only Crime spielten so ziemlich alle Songs ihrer coolen Debut Scheibe „To the nines“ wie z.B. „Sedated“, „Fallen Idols“ oder „R.J.R.“. Zum Abschluss gab’s mit „On Time“ noch einen weiteren Mitgröhl Song. War echt ein guter Auftritt, trotz der großen Halle.

STRIKE ANYWHERE aus Richmond/Virginia waren die Nächsten und mit „Amplify/Blaze“, dem Opener des Zweitlings „Exit English“ und „Timebomb Generation“ vom ebenfalls grandiosen Debut ging es direkt sehr gut los. Sänger Thomas und seine Mannen gaben mal wieder alles und sprangen die ganze Zeit wild auf der Bühne herum und auch im Pit war die Hölle los. Pogo, Diving und Circle Pits en masse und alle Mann am mitgröhlen. Es folgten weitere Klassiker wie „Refusal“, „Laughter in a Police State“ oder das alles überragende „Chorus of one“. Ein Hit nach dem anderen und so zeigten Strike Anywhere zum wiederholten Male warum sie einfach eine der besten, sympathischsten und agilsten Punk/Hardcore Bands aller Zeiten sind. Jeder Song wurde mitgegröhlt und gegen Ende wurden dann auch noch mein Lieblingssong vom Debut „Change is a Sound“ „Sunset on a 32nd“ und „To the world“, der beste Song des Nachfolge-Albums, angestimmt. Nach Strike Anywhere direkt zum leider nicht gerade günstigen Getränkestand und erst mal den Flüssigkeitshaushalt reguliert. Währenddessen gab’s die zweite Skate/BMX Session auf der Halfpipe und ich musste mich nun ein wenig ausruhen.

Das Fat Wreck Urgestein und Mitbegründer des California Punkrock Hypes Mitte der 90er STRUNG OUT gaben vor allem Songs ihrer ganz ordentlichen neuen Platte „Exile in oblivion“ , aber auch ein paar ältere Klassiker zum Besten. Gegen Ende spielten sie noch ihren alten Hit „Matchbook“. War auf jeden Fall ganz ok.

BOY SETS FIRE waren Co-Headliner der Tour und frisch getrennt von Management und Label boten sie eine wirkliche gute und aggressive Show. Zu Beginn legten sie sofort mit „After the Eulogy“ und „Release the Dogs“ heftigst los und die Menge ging auch direkt mit. Boy sets fire spielten viel härteres Material und stellten auch zwei neue Songs vor, wobei vor allem der zweite echt super derb war. Da bin ich richtig gespannt auf die neue Platte. Zwischen den Songs gab es auch wieder vermehrt kritische Statements von Sänger Nathan Gray. Boy sets fire haben mich auf jeden Fall mal wieder voll überzeugt, war trotz ebenfalls wieder ziemlich schlechtem Sound und großer Halle eine mitreißende Show. Zum Abschluss sang dann so ziemlich die ganze Halle ihren Überhit „Rookie“ mit und auch der Pit tobte noch ein letztes Mal.

Zum Ende des Abends betraten dann die Fat Wreck Ska Punks MAD CADDIES die Bühne und sorgten nochmals für Tanzstimmung in der sich langsam leerenden Halle. Ich sah mir das Ganze aus dem hinteren Teil der Halle an und da gab es um uns herum schon einige witzige Tanzeinlagen zu bestaunen.

Bei mir hinterlassen solche Massenveranstaltungen ja oft ein etwas komisches Gefühl. (relativ kurze Spielzeiten der Bands, ziemlich junges Publikum, riesige Merchandise Meile, die sich über fast die ganze Hallenbreite erstreckte, Riesenbühne mit Absperrung oder die Red Bull Halfpipe (was für ein widerliches Gesöff)). Aber da ich wusste was einen bei der Deconstruction Tour erwartet, hatte ich wie wohl die meisten Anwesenden durchaus meinen Spaß. Strike Anywhere, Boy sets fire, Only Crime und From Autumn to Ashes waren meine persönlichen Highlights der diesjährigen Tour. Bis zum nächsten Jahr.

Autor: Zechi
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