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04th
May 12

Opeth

The Heritage Interview in Stuttgart, LKA
ENGuest: Martin Mendez

 

Opeth - Stuttgart, LKA Longhorn am 30.11.2011

Opeth
Interview mit Martin Mendez

(NC-Pierre): Hallo Martin, ich freue mich, Dich im Interview zu haben. Wie fühlst du dich und wie waren die ersten Shows der Tour bisher?

Martin Mendez: Danke, die Stimmung ist sehr gut und alles ist bestens bei Opeth. Es kommen echt sehr viele Leute zu unseren Shows, das ist großartig zu sehen. Nun ja wir haben erst mal 6 Wochen in Amerika getourt und konnten uns dann 3 Tage zu hause ausruhen und haben dann eine Woche in England gespielt und sind dann runter gekommen zu euch nach Europa. Klar ist es anstrengend aber wir fühlen uns gut und es macht sehr viel Spass.
 
 

(NC-Pierre): Was können wir von der heutigen Show erwarten, wie ist Eure Song Auswahl und werdet Ihr auch Songs wie "Bleak" spielen?

Martin Mendez: Es ist immer etwas verschieden, ich meine wir sind zur Zeit auf Tour um unser neues Album "Heritage" zu präsentieren und wir versuchen die Setlist entsprechend so zu gestalten das die anderen Songs zu den neuen Songs passen. Wir spielen natürlich auch alte Songs, jedoch habe wir die ausgesucht die Clean Gesang haben damit es im gesamten besser passt. Ich denke wir haben aber eine gute Balance zwischen alten und neuen Songs die wir gerne spielen wollen. Das passt alles sehr gut zusammen und ich mag es sehr.
 

(NC-Pierre): Von den ersten Songs die Mikael für "Heritage" geschrieben hat warst Du enttäuscht! Wie waren diese Songs und was hat euch dran nicht gefallen?

Martin Mendez: Ich glaube das war Mitte Sommer und wir haben uns auf einen Trink getroffen. Mikael hat mir dann 2 Songs vorgespielt die noch nicht wirklich fertig waren, es waren mehr ein paar Ideen die er hatte. Die Ideen waren sehr gut aber gingen mehr in die Richtung von "Watershed". Ich kenne Mikael's Musik seit vielen vielen Jahre und ich kann direkt sagen wenn etwas von Herzen kommt oder nicht und das war nicht der Fall. Es waren Großartige Riffs, keine Frage aber sie waren nicht 100% von seinem Herzen. So habe ich es Ihm gesagt und am nächsten Tag hat er es einfach gelöscht und von vorne begonnen.
 

(NC-Pierre): Bei den Aufnahmen zu "Heritage" warst du tief involviert und generell spielt der Bass bei den Opeth Songs eine große Rolle. Als Bassist kannst Du dich also richtig gehen lassen?

Martin Mendez:: Ja das ist richtig, auf dem neuen Album ist der Bass mehr im Vordergrund und dominanter als wir das bei älteren Songs bisher hatten. Aber ich denke das diese Art von Musik die wir auf dem neuen Album gemacht haben, dies auch erforderlich macht den Bass etwas mehr im Vordergrund zu halten. Wir haben diesmal weniger Verzerrung (Distortion) und die Musik ist unterschiedlicher. So nimmt der Bass eine größere Rolle ein und es macht mir natürlich sehr viel Spass die Songs zu spielen. ich spiele selbstverständlich auch gerne die älteren Songs aber es ist halt anders und nun spiele ich im Vordergrund eine größere Rolle und ich fühle mich gut dabei, yeah!


Opeth - Interview mit Martin Mendez

Opeth - Joakim Svalberg
Stuttgart, LKA, 30.11.2011

Opeth - Stuttgart, LKA Longhorn am 30.11.2011

Opeth - Martin, Mikael, Joakim
Stuttgart, LKA, 30.11.2011

Opeth - Stuttgart, LKA Longhorn am 30.11.2011

Opeth - Fredrik Åkesson
Stuttgart, LKA, 30.11.2011

 

(NC-Pierre): Wie war das Gefühl, ein Album an so einem bedeutenden Ort wie die Abbey Road Studios aufzunehmen?

Martin Mendez: Es war magisch, es war wirklich toll denn man konnte die Energie der Künstler die hier früher in den Räumen aufgenommen haben wirklich spüren. Natürlich war es auch was anders als bei den vorherigen Aufnahmen, denn wir haben quasi Live gespielt und Live aufgenommen, das ist schon ein großer Unterschied und ich denke es war die beste Recording-Session die wir jemals hatten. Es hat einen großen Spass gemacht so zu arbeiten.
 

(NC-Pierre): Heritage klingt wie ein Album aus den guten 70er progressive rock Jahren. Liegt das am Studio, an der Art und Weise, dass Ihr mit Ampex Tape aufgenommen habt und eher den klassischen Weg gegangen seit?

Martin Mendez: Ja das finde ich auch, es ist ein großartiger Sound, ich meine man kann es echt hören es kommt alles von den Amps. Du, der Amp das Pedal und ein Mikrophon, das ist das was Du auf dem Album auch fühlen kannst. Wir sind sehr glücklich das wir diesen organischen Sound und dieses Natural-Feeling festhalten konnten, denn es ist nichts digital und alles echte Instrumente. Es ist echt toll das Steven Wilson all diese Spuren perfekt bearbeitet und gemixt hat. ich meine wir sind alle sehr sehr zufrieden diesen Natural-Sound so hinbekommen haben. Und die Arbeit mit Jannick, dem Typ aus den Abbey Roads Studios, er ist wirklich großartig und er kennt das Studio in und auswendig. Er arbeitet dort schon seit den 60ties, 70ties mit Abba und all diesen wunderbaren Bands. Er kennt die Räume sehr genau und weiß wie er was wo aufzustellen hat, die Mikrophone, die Amps, all das spezielle Zeugs um den authentischen Sound aufzunehmen. Es war super mit Ihm zu arbeiten und wohl eine der besten Sessions die wir bisher hatten.

NC-Pierre: Ist die Raum-Akustik so Spezial in den Abbey Road Studios?

Martin Mendez: Es ist einmalig, etwas sehr spezielles. Nur ein kleines Beispiel, es gab einen extra Echo-Room, so einen Raum in dem Echos produziert werden findet man nur noch in den alten Studios und es klingt einfach großartig, wirklich gespenstig dieser Echo. Es ist eine Art natürlicherer Reverb, der speziell durch die Boxen die in diesem Raum installiert sind den Sound so natürlich klingen lassen.
 

(NC-Pierre): Bei der Special Edition CD von "Heritage" ist eine DVD mit dabei auf der man sehen kann wie Ihr im Studio gearbeitet habt. Dort sieht man das Ihr den Bass und die Drums zur selben Zeit im selben Raum aufgenommen habt. Was macht diese Arbeitsweise so besonders und wie sind die Auswirkungen beim Gesamtsound der Rhythmus-Sektion?

Martin Mendez: Ich und Martin (Axenrot) haben vor den Aufnahmen sehr sehr viel zusammen geprobt. Mehr als ein halbes Jahr und das so gut wie jeden Tag haben wir die Songs gespielt und das hat sehr easy funktioniert. Aber natürlich, es war mit unter ein der härtesten Sessions die wir bisher hatten. Für die vorherigen Scheiben sind wir ins Studio gegangen und kannten nicht einmal richtig die Songs ("Ein Grinsen und hämischen Lachen schallert durch den Raum"). Aber für "Heritage" waren wir sehr gut vorbereitet und dann macht das natürlich auch um so mehr Spass wenn alles bestens funktioniert. Und was noch sehr besonders war, war das wir bisher noch nie den Bass und die Drums zur selben Zeit in einem Raum aufgenommen haben, das war spitze.

NC-Pierre: In einem älteren Interview mit Mikael hat er gesagt das Ihr für "Heritage" nie zusammen als Band geprobt habt, stimmt das ?

Martin Mendez: Ja das ist in so fern schon richtig, geprobt haben Martin (Axenrot) und ich zusammen auf einem Playback und die anderen alle separat für sich. Geprobt haben wir die neuen Songs somit als Band noch nie zusammen.


Opeth - Stuttgart, LKA Longhorn am 30.11.2011

Opeth - Live
Picture: Pierre Brost

Opeth - Stuttgart, LKA Longhorn am 30.11.2011

Opeth - Live
Picture: Pierre Brost

Opeth - Stuttgart, LKA Longhorn am 30.11.2011

Opeth - Live
Picture: Pierre Brost

 

(NC-Pierre): Ist es richtig das einige Songs noch gar nicht fertig waren und Ihr diese erst im Studio gemacht habt und deswegen "Heritage" etwas experimenteller ausgefallen ist?

Martin Mendez: Ja ich würde schon sagen das es ein wenig experimenteller ist und wir haben auch ein paar dinge erst im Studio entwickelt. Aber was die Rhythmus-Sektion angeht wussten Martin (Axenrot) und ich genau wie die Songs ablaufen. Denn wir hatten ja das Demo-Playback auf dem wir schon die ganze Zeit im Proberaum gespielt haben. Wir wussten also schon sehr genau wie was zu klingen hat und wie es zu spielen ist, auch wenn wir die Songs nie zusammen als Band gespielt haben. Es mag etwas komisch erscheinen, aber das hat sehr gut funktioniert.
 

(NC-Pierre): Ich glaube in den neuen Songs habt Ihr viel vom Style der alten Bands wie Jethro Tull, Led Zeppelin, Deep Purple usw. einfließen lassen. Im Song "Famine" ist eine Flöte zu hören die stark an Ian Anderson von Tull erinnert, im "Intro" und in "Heritage" das Grand Piano, die Hammond und Rhodes Orgel wie man Sie von Zeppelin und PurPle her kennt sowie das Mellotron! Waren all diese Dinge von Anfang an geplant. Oder erst als Ihr die ganzen alten Instrumente in den Atlantis Studios zur Verfügung hattet.

Martin Mendez: Nun ja wir wussten auch nicht genau was wir im Studio vorfinden, aber wussten das es viele alte Instrumente geben wird. Und die Idee war ja auch das wir dann ein wenig ausprobieren werden mit den Original Instrumenten aus den alten Zeiten. Mikael hat zuhause ein altes Melotron und so Instrumente wie ein Rhoads und Pianos. Es war ziemlich neu für uns diese Art von Sound zu haben mit all den echten Instrumenten. Wir haben dann ein wenig rum experimentiert mit den Instrumenten und den Verstärkern. Der Typ im Studio hatte einen wirklich alten Fender Verstärker aus den 40ties bzw. 50ties und diesen haben wir für ein paar "Leads" verwendet weil er einfach großartig und außergewöhnlich klang.


Opeth - Stuttgart, LKA Longhorn am 30.11.2011

Opeth - Live
Picture: Pierre Brost

Opeth - Stuttgart, LKA Longhorn am 30.11.2011

Opeth - Live
Picture: Pierre Brost

Opeth - Stuttgart, LKA Longhorn am 30.11.2011

Opeth - Live
Picture: Pierre Brost

 

(NC-Pierre): In wie fern ist Steven Wilson für den Mix des neuen Album verantwortlich und wie viel geht auf das Konto der legendären Abbey Road Studios wo es gemastert wurde?

Martin Mendez: Ja genau, Steven Wilson hat den Mix von "Heritage" gemacht, mitgewirkt beim Schreiben der Songs hat er diesmal nicht. Er hat einen tollen Mix für "Heritage" gemacht, wie ich finde. Gemastert wurde das Album aber in den Abbey Roads Studios von Peter Mew, und das war eine tolle Erfahrung zu sehen wie er das gemacht hat, wirklich großartig.
 

(NC-Pierre): Wie wichtig war es für euch, dass auch das Album in den Abbey Road Studios gemastert wurde? Ich kann mir gut vorstellen, dass auch das ein Grund dafür ist, dass es ein spezielles Package ist und alles in einer Hand lag?

Martin Mendez: Ja es ist auf diese Weise schon etwas spezielles, aber nicht um sagen zu können "Schau, wir haben das in den Abbey Roads Studios gemacht". Es war mehr das Ding um "Heritage" komplett zu machen und es abzurunden. Wir haben es dort wegen dem Sound aufgenommen und wollten auch das es dann dort Gemastert wird mit all den verfügbaren Techniken die dort zum Mastern zur Verfügung stehen. So macht es "Heritage" zu einem Gesamtwerk. Wir hatten dort all diese Einflüsse und den Sound, nun ja es sind die Abbey Road Studios und es ist die Magie und die Aufnahmen in diesem Studio und das Mastering ist ebenso etwas spezielles dort.


Opeth - Stuttgart, LKA Longhorn am 30.11.2011

Opeth - Live
Picture: Pierre Brost

Opeth - Stuttgart, LKA Longhorn am 30.11.2011

Opeth - Live
Picture: Pierre Brost

Opeth - Stuttgart, LKA Longhorn am 30.11.2011

Opeth - Live
Picture: Pierre Brost

 

(NC-Pierre): Jedes Opeth Album ist unterschiedlich, ich persönlich mag ja diese Veränderung bei euren Alben. Aber ich denke das Fans die keinen 70er Jahre Musik Background habe sich etwas schwer tun mit dem neuen Album "Heritage"! Wie ist bisher das Feedback von euren Fans und natürlich von der Presse?

Martin Mendez: Hm... Es ist schwierig, ich habe von vielen Leuten dies und das gehört, nun ja es ist ok was jeder denken mag. Wir haben zum neuen Album jetzt schon sehr viele Shows gespielt und es sind viele Leute zu uns gekommen die gesagt haben das Sie das neue Material sehr mögen. Wir haben also ein gutes Feedback bekommen und hatten klasse Shows. Aber ich weiß, bevor das Album veröffentlicht wurde haben sich eine Menge Leute beschwert. Aber "Eh…" sie haben das Album noch gar nicht gehört und reden dummes Zeugs. (*Lach…*) Für mich klingt das schon etwas spassig, aber nun gut, ich weiß es im Moment nicht wirklich, aber was ich sagen kann ist das. Es ist immer so wenn wir ein neues Album veröffentlichen. Am Anfang finden es einige scheiße und es ist egal ob es mehr Heavy ist oder nicht, es ist immer das selbe. Es braucht einfach seine Zeit, einige mögen es, die anderen nicht. Aber am Ende wenn sich jeder reingehört hat ist es dann meistens doch so das Sie es mögen.

NC-Pierre: Naja aber ich denke dass das auch etwas normal ist. Man gewinnt Fans und man verliert Fans wenn man ein neues Album macht. Ich finde es wichtig das es auch Veränderungen gibt von Zeit zu Zeit.

Martin Mendez: Ja, man kann es nicht jedem Recht machen, das ist normal. Ich denke wir spielen halt unsere Musik und wir spielen das was wir für uns gut finden. Und es ist immer wieder toll zu sehen das Fans mit ziehen und neue dazu kommen. Und wir brauchen auch die Veränderungen von Album zu Album.

NC-Pierre: Im Vorfeld gab es sogar Fans, die Ihre alten CDs verbrannten, weil sie gehört haben das die Musik in eine andere Richtung gehen würde. Obwohl sie bisher nichts von "Heritage" gehört haben. Ich habe es auf YouTube gesehen! Ein wenig verrückt, aber doch auch lustig auf der anderen Seite?

Martin Mendez: (*Großes Gelächter*) Verdammt ja so was ist schon verrückt und ich finde es auch etwas witzig. Ich meine diese Reaktion seine Opeth CD'S zu verbrennen… das ist eine gute Reaktion (*Lach*).

NC-Pierre: Ja, ich denke einige Leute können nicht akzeptieren oder verstehen es nicht, dass eine Band diese Veränderungen nach 20 Jahren braucht!

Martin Mendez: Ja ich denke dass das weitestgehend die jüngeren Fans sind. Aber es ist schon so wie Du sagst, sie haben einfach nicht die Einflüsse der Rock-Musik aus den 70er Jahren und dann sind das natürlich extreme Veränderungen für Sie vom Death Metal zum aktuellen Sound. Aber ich hoffe Sie werden es irgendwann verstehen oder es versuchen mehr in die Musik der älteren Bands einzutauchen.
 

(NC-Pierre): Ist es denkbar das Ihr beim nächsten Album wieder etwas mehr Einflüsse von Alben wie "Blackwater Park" mit einbringt und den Sound beider Alben kombiniert?

Martin Mendez: Das ist eine Frage die zum jetzigen Zeitpunkt unmöglich ist zu beantworten (*Big Smile*). Aber klar, wir sagen ja nicht das der Sound auf "Heritage" die Richtung für die nächsten Jahre sein wird. Das ist auch das was so Spass macht bei Opeth, man kann einfach nicht sagen was für Sound in den nächsten Jahren kommen wird. Besonders mit Mikael, vielleicht klingt es nächstes Jahr wie Pink Floyd oder irgend was anderes, oder wieder heftiger (*Lach*)

NC-Pierre: (*Großes Gelächter*) Ja klar, aber ich denke das die 70er Einflüsse immer präsent sein werden für Ihn und auch für den Rest der Band?

Martin Mendez: Genau das ist das witzige bei uns. Jeder von uns wollte schon immer ein Album machen mit dem Sound und solchen Songs wie wir Sie jetzt bei "Heritage" haben, schon lange bevor das Album geschrieben war. Wir hatten lediglich mal drüber gesprochen etwas anderes zu machen. Jeder von uns hatte diesen Gedanken und es ist schon witzig das wir alle das selbe fühlen. Es ist so was natürlich bei uns in der Band, wir verstehen uns sehr gut.



Opeth - Stuttgart, LKA Longhorn am 30.11.2011

Opeth - Live
Picture: Pierre Brost

Opeth - Stuttgart, LKA Longhorn am 30.11.2011

Opeth - Live
Picture: Pierre Brost

Opeth - Stuttgart, LKA Longhorn am 30.11.2011

Opeth - Live
Picture: Pierre Brost

 

(NC-Pierre): Die neuen Songs habt Ihr ja bis kurz vor dieser Tour nie als Band zusammen gespielt habt. Und jetzt erst seht wie sie live um zu setzen sind und euch auch die Freiheiten nehmt das Arrangement der Songs für die Liveshow etwas um zu bauen ?

Martin Mendez: Ja wir haben ja alle für sich geprobt und das hat ja auch gut funktioniert, wir kennen also alle die Songs sehr gut und wie wir bei den Proben für die Tour direkt gemerkt haben passt das alles sehr gut zusammen. Für die aktuellen Songs mussten wir nichts für das Live spielen ändern. Bei ein paar älteren Songs haben wir kleine Veränderungen vorgenommen um es mit der Setliste auf einen Nenner zu bringen.

NC-Pierre: War es für die alten Song denn zwingend notwenig im Arrangement Veränderungen vor zu nehmen um diese Live besser zu spielen. Den bei den älteren Songs gibt es ab und zu ja mehrere Gitarren und Addons in den Songs.

Martin Mendez: Na ja bei den älteren Songs war es schon notwenig das wir kleine Veränderungen vornehmen um es Live besser zu spielen. Bei den neuen Songs haben wir da keine Probleme weil es dort keine Overdubs gibt. Es gibt dort nur 2 Gitarren, Keyboard, Drums und Bass, das war es. Es ist mehr klassisch und die neuen Songs funktionieren Live perfekt ohne was zu verändern. Aber auch in der Vergangenheit hatten wir so gut wie keine Probleme damit, hier und da eine Kleinigkeit aber nichts großartiges denn die Songs sind nicht so überladen wie das bei anderen Bands Fall ist, so das es Live kaum umsetzbar ist.
 

(NC-Pierre): Travis Smith gestaltet seit vielen Jahren eure Cover-Artwork. Was sind eure Richtlinien für Travis und wie setzt er diese um?

Martin Mendez: Hm…. Darüber weiß ich leider nicht so viel, denn Travis arbeit bei dem Artwok überwiegend mit Mikael zusammen und er erklärt Ihm was er sich so vorstellt. Die beiden arbeiten ja schon sehr lange zusammen und Mikael schickt Ihm ein paar Bilder was er so an Ideen hat, erklärt Ihm dies und das und fertig. Was ich aber sagen kann ist das Travis sehr schnell arbeitet und er es versteht die Ideen entsprechend umzusetzen. Er bekommt die Musik und hat dann einfach das richtige Gefühl was er machen muss und welche Farben usw. Das aktuelle Artwork ist was komplett anders als alle vorherigen Opeth Covers. Zum ersten mal haben wir echte Farben drin und Travis macht einfach das was exakt auf unsere Musik passt.

NC-Pierre: Das Artwork für "Heritage" weißt ja ein paar Besonderheiten auf, besonders was den Kopf eures alten Keyboards angeht. Wie ist das "Heritage" Artwork entstanden und was verbirgt sich dahinter?

Martin Mendez: Oh nein, zu dieser Zeit war er schon nicht mehr in der Band, aber wir fanden es eine gute Idee mit dem Kopf (*Lach*).

NC-Pierre: Kannst Du mir erzählen was verbirgt sich dahinter?

Martin Mendez: Hm….. (*Grübel*) Nicht wirklich (*Grinz*) Nun ja der Baum und dann die brennende Stadt im Hintergrund und unten der Teufel…. Es wird halt einfach alles dominiert vom Teufel (*Lach*). Ich kann da nicht so viel zu sagen, das ist mehr auf Mikael's Mist gewachsen.


Opeth - Stuttgart, LKA Longhorn am 30.11.2011

Opeth - Live
Picture: Pierre Brost

Opeth - Stuttgart, LKA Longhorn am 30.11.2011

Opeth - Soundcheck
Picture: Pierre Brost

Opeth - Stuttgart, LKA Longhorn am 30.11.2011

Opeth - Soundcheck
Picture: Pierre Brost

 

(NC-Pierre): Ihr seit ja schon bestätigt für das Waken Festival. Werdet Ihr auch andere deutsche Festivals spielen wie abs. das Summer Breeze?

Martin Mendez: Ich vermute ja, ich denke wir werden auf einigen Festival 2012 spielen, welche das genau sind kann ich noch nicht sagen, es werden aber schon einige sein.
 

(NC-Pierre): Willst Du noch etwas Besonderes an unsere Leser und eure Fans sagen?

Martin Mendez: Ich möchte all denen danken die uns über die Jahre so großartig Supporten und hoffe das euch unsere Shows gefallen.
 

(NC-Pierre): Das war's! Vielen Dank für das Interview, ich wünsche euch alles gute und wir sehen uns dann bei der Show.

Martin Mendez: Ich danke Dir für das Interview und ich hoffe Du wirst unsere heutige Show genießen. Wenn Du willst kannst Dir gleich noch den Soundcheck anhören und wir reden noch ein wenig!


Opeth - Stuttgart, LKA Longhorn am 30.11.2011

Opeth - Soundcheck
Picture: Pierre Brost

Opeth - Stuttgart, LKA Longhorn am 30.11.2011

Opeth - Soundcheck
Picture: Pierre Brost

Opeth - Stuttgart, LKA Longhorn am 30.11.2011

Opeth - Soundcheck
Picture: Pierre Brost

 

NC-Pierre: Soundcheck..... Oh ja so ein Angebot nehme ich doch gerne an!
Im folgenden haben Martin und Mikael uns dann noch über Instrumente, Effekte usw. unterhalten, halt den Ganzen Musiker zu Musiker Krempel was natürlich für mich auch sehr interessant war. Nach einem Bier ging es dann auch schon los zum Soundcheck auf den ich sehr gespannt war. Am Sound musste nicht sehr viel gedreht werden, dieser war nahezu schon perfekt mit den Grundeinstellungen die der Mischer für die Opeth Shows eingestellt hat, lediglich ein wenig Abstimmung auf die Halle und fertig. Um so interessanter war es mit an zu sehen das die Herren bei dem ein oder anderen Song noch ein paar Abläufe geprobt haben wo man sich noch nicht ganz sicher war wo der Hase lang läuft. Und somit war die erwartete Comédie von Mikael auch schon mit Futter geladen und man hat sich köstlich amüsiert und rum gealbert. Somit war es kein normaler Soundcheck (One, Two, One, Two) wie man Ihn kennt sondern eher eine kleine Opeth Probe die man mit ansehen und anhören durfte.


Opeth - Stuttgart, LKA Longhorn am 30.11.2011

Opeth - Soundcheck
Picture: Pierre Brost

Opeth - Stuttgart, LKA Longhorn am 30.11.2011

Opeth - Soundcheck
Picture: Pierre Brost

Opeth - Stuttgart, LKA Longhorn am 30.11.2011

Opeth - Soundcheck
Picture: Pierre Brost

 

Und wie war die Opeth Show? Soundmässig war es Großartig und die Herren haben wirklich Ihr Bestes gegeben. Die Setliste war wie im Interview schon angesprochen abgestimmt auf die Songs vom "Heritage" Album und man konnte keine Death-Metal Klassiker wie "Bleak" erwarten. Jedoch haben sie sich Mühe gemacht von älteren Alben die "Cleanen" Songs raus zu suchen und somit die Setliste sehr Stimmung zum aktuellen Album zu gestalten. Im Grunde fand ich das auch sehr gut und es war ein rundes Package, jedoch hätte ich mir, sowie ein Großteil der Fans, auch ein paar Kracher gewünscht. Aber nun gut, die Setliste war rund und stimmig. Ob diese Setliste dann auch auf einem Festival funktionieren würde lass ich jetzt mal dahin gestellt. Hier die chronologische Abfolge der gespielten Songs. Begonnen haben Sie mit dem ersten Song vom neuen Album "Devil's Orchard" der als Opener richtig gut passt, und wohl im gesamten einer der härtesten Songs an dem Abend war. Gefolgt von "Feel The Dark" und "Face Of Melinda". Nun folgte das großartige "Porcelain Heart" sowie "Nepenthe" und "Thront Of Winter" gefolgt von "Credence" und dem grandiosen "Closure" vom Damnation Album, von dem ich mir gerne mehr gewünscht hätte weil es ja quasi auch ein Album ist welches nur clean Songs enthält und wirklich sehr passen gewesen wäre. Weiter ging es dann noch mit "Slither", "A Fair Judgment" und zum Abschluss "Hex Omega". Für meinen Geschmack hätte die Show echt noch länger sein können und wie schon erwähnt noch ein paar Damnationen Songs beinhalten können. Denn als Zugabe haben Opeth lediglich "Folklore" gespielt und dann war das Spektakel leider auch schon zu Ende. Nichts desto Trotz war es eine super Show die bis in die letzte Reihe Ausverkauf war. Wie schon erwähnt konnte man dann von dem ein oder anderen Fan hören das man sich doch ein paar Kracher gewünscht hätte aber im Gesamten es ein gutes Konzert war.


Opeth - Stuttgart, LKA Longhorn am 30.11.2011

Opeth - Soundcheck
Picture: Pierre Brost

Opeth - Stuttgart, LKA Longhorn am 30.11.2011

Opeth - Soundcheck
Picture: Pierre Brost

Opeth - Stuttgart, LKA Longhorn am 30.11.2011

Opeth - Soundcheck
Picture: Pierre Brost

 

Hier findet Ihr die Opeth Fotos von der Show aus dem LKA in Stuttgart

 

 

Autor: Pierre
Magazine established by Pierre Brost in 2003 with Michael Hohmann
Designed & Programmed by Pixelizer - Creative Media & Web Design
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