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25th
Jan 09

No Use For A Name

Munich, Backstage Club
ENGuest: Tony Sly (Vocals, Guitar)

New-Core:Hey Tony, gut Dich und NO USE FOR A NAME wieder in Deutschland zu sehen. Ihr habt im April 2008 hier gespielt. Gar nicht so lange her. Erinnerst Du Dich noch an die Show letztes Jahr hier in München?

Tony: Ja, klar. War ein geiles Konzert, sowieso eine gute Location, der Backstage Club hier. Wir spielen jetzt quasi zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres in der gleichen Stadt und es ist großartig, dass wieder so viele Fans kommen. Ich glaube, dass die Leute immer ein bisschen brauchen, bis sie sich an die neue Platte gewöhnen.

New-Core: Habt Ihr Zeit Euch die Städte anzuschauen, in denen Ihr spielt?

Tony:Also eigentlich haben wir keine Zeit Sightseeing zu machen. Aber ich kenne München schon von früheren Aufenthalten und ich finde es hier schon klasse. Auf einer Tour mit PULLEY hatten wir hier mal einen Tag frei und dann haben wir uns ein Auto gemietet und hatten jede Menge Spaß. Mit Grillen, Bier und einem Baseball Spiel. Das war eine coole Zeit.

New-Core: Lass uns über Musik reden. Ihr habt eine neue Platte am Start und ohne mich hier groß einschleimen zu wollen. Ich finde sie ziemlich gut, würde sogar fast behaupten sie kommt an mein Lieblingsalbum „Leche con carne“ ran.

Tony:Tausend Dank, dass freut mich sehr.

New-Core:Als Musiker denkt man ja manchmal nach einer Veröffentlichung. Mensch, den oder den Song hätten wir vielleicht noch besser machen können. Bist Du persönlich immer noch zufrieden mit der neuen Platte?

Tony:Absolut. Ich bin immer noch sehr glücklich mit „The feel good record of the year“. Das Album hört sich immer noch sehr frisch für mich an.

New-Core: Welcher der neuen Songs gefällt Dir persönlich am Besten? Ich liebe „Biggest Lie“, weil es ein typischer NO USE „straight in your face“ Song ist.

Tony:„Biggest Lie“ gefällt mir neben „Trumpet Player“ und „Under The Garden“ auch am Besten. Aber es ist schwierig da einen auszuwählen. Eigentlich liebe ich sie alle.

New-Core: Ich finde mit dem Album ist Euch eine gute Balance aus einigen ruhigen Songs wie „Sleeping between Trucks“ und schnellen Stücken wie „Biggest Lie“ gelungen.

Tony: Es ist manchmal hart ruhige Stücke auf einer Punkrock Scheibe unterzubringen. Da ist immer die Gefahr, dass die ruhigen Songs das Tempo rausnehmen. Außerdem erwarten unsere Fans ja auch die schnellen Sachen. Aber auf „The feel good record of the year“ sind eben auch drei ruhige Songs und mir gefallen die richtig richtig gut.

New-Core:Du hast ja die Akustik Split CD mit Joey Cape von LAGWAGON veröffentlicht. Irgendwo hab ich mal gelesen, dass Du keine neue Soloplatte planst, was verdammt schade wäre. Wie sieht´s da aus?

Tony: Ich plane gerade eine neue Soloplatte. Du musst unbedingt meine myspace Seite www.myspace.com/tonyslymusic abchecken. Da gibt’s neues Songmaterial. Ich habe sechs neue Demosongs vor zwei Tagen hochgeladen. Ich hoffe, dass ich die neue Akustik CD noch 2009 veröffentlichen kann. Im Grunde genommen sind alle Songs geschrieben, ich brauche nur noch ein Label und ein bisschen Geld (lacht).

New-Core: Für die neue NO USE FOR A NAME Platte habt Ihr Euch einen neuen Producer an Bord genommen. Bill Stevenson heißt der gute Mann, glaube ich. War es hart Ryan Greene, Eurem jahrelangen Produzenten und Freund mitzuteilen, dass Ihr die Recording Session mit jemand Anderem plant.

Tony:Ja, dass war wirklich sehr hart. Ich hab Ihm eine Mail geschrieben, anstatt Ihn anzurufen, weil ich so viele Worte nicht in ein Gespräch packen konnte. Naja, wir sind trotzdem noch Freunde aber ich denke, er hat es trotzdem irgendwie persönlich genommen. Als wir die letzten zwei Mal in seiner Nähe gespielt haben, ist er nicht zu den Shows gekommen. Es war hart für uns, aber auch die richtige Entscheidung.

New-Core: Ihr dreht ja gerne kleine Filme. Über den Aufnahme Prozess, die Touren u.s.w. Weil ich mich auch für Kurzfilme interessiere, würde ich gerne wissen, wer von Euch regelmäßig den „Steven Spielberg“ macht und die kleinen Filme produziert.

Tony:Matt. Das ist Matt´s Angelegenheit. Er macht es gerne und wir finden es auch ganz in Ordnung.

New-Core: Für mich ist das Artwork und der Name einer Platte immer eine wichtige und schwierige Angelegenheit. Das habt Ihr bei Eurer neuen CD alles richtig gut gemacht. Ich erinnere mich an einen Eurer Filme im Studio, in dem Ihr in eine Box 1000 verschiedene Namen für die neue Platte geworfen habt. Wer hat dann letztendlich den Namen entscheiden?

Tony:Eigentlich war es nur ein Name, den ich irgendwann mal aufgeschrieben habe. Letztlich haben wir alle entschieden, dass es der Beste ist, weil er so sarkastisch in Bezug auf die Lyrics war. Am Anfang haben wir den Titel einige Male geändert. Nachdem der Titel gestanden hat, hat sich dann jemand um das Cover und das Booklet gekümmert.

New-Core: Ich habe noch ein kleines Quiz für Dich. Gerade in Sachen Artwork gibt es jede Menge grausame Verbrechen, die zuweilen auch Augenkrebs verursachen können. Ich habe hier eine Zusammenstellung von 10 schlimmen Cover verschiedener Interpreten. Bitte suche das Schlimmste aus.

Tony: Yeah, so was mach ich gerne. Lass mal sehen. (Er schlägt die Hände über dem Kopf zusammen). Ohh, mein Gott. Schwierig hier eins auszusuchen, die sind alle ziemlich scheiße. Wirklich, die sollten alle den ersten Platz des schlechtesten Covers ever bekommen. Ganz miese Sache hier (lacht).

New-Core:Ihr seid mit NO USE ja ständig auf Tour. Da Ihr ja auch Familien habt, kommt es da nicht manchmal zu Komplikationen. Ist das nicht hart die ganze Zeit unterwegs zu sein?

Tony: Dave hat einen kleinen Sohn, Rory und Matt´s Kinder sind schon Teenager, die stammen aus früheren Ehen und ich habe auch Familie. Das ist wirklich der einzige harte Teil an der Sache im Musik Business. Alles andere ist ziemlich einfach. Wir haben Leute die alles für uns erledigen. Alles was ich mache ist Shows spielen und Interviews geben. Aber so lange von meiner Familie weg zu sein ist echt nicht einfach. Aber die verstehen das schon, so verdiene ich eben mein Geld.

New-Core:Jesse von LAGWAGON hat mir mal erzählt, dass er noch einen Teilzeitjob als Grafiker hat. Wie ist das bei Euch, habt Ihr noch andere Jobs?

Tony: Rory besitzt einen Snowboard Business am Lake Tahoe und Dave ist Gitarrenlehrer. Matt macht glaube ich nichts anderes und ich. Tja, ich mach auch nichts anderes. Doch warte, klar. Ich bemühe mich auch als Solokünstler um Shows und so, dass ist jede Menge Arbeit, he.

New-Core: In einer erfolgreichen Band zu spielen bedeutet oft, immer den gleichen Rhythmus zu haben. Ein Album machen, sehr viel auf Tour sein, dann wieder eine CD aufnehmen, wieder unterwegs zu sein. Wie sieht es da mit der Motivation aus. Ist das nicht manchmal schwierig?

Tony: Ja, manchmal schon. Es ist einfacher Songs alleine zu schreiben. Gerade für mich. Wenn Du weißt, dass nur Deine Stimme und die Gitarre zählt, dann muss es besonders gut werden. Gerade jetzt ist es mit NO USE nicht schwierig mich zu motivieren. Aber es gab auch mal Zeiten, da habe ich das Ganze zu ernst genommen. Im Moment haben wir keinen Druck und wir genießen das Ganze.

New-Core: Ich habe einem Freund versprochen Dir drei kurze Fragen von Ihm zu stellen. Sie könnten sich ungewöhnlich anhören, aber egal. Er will Folgendes wissen: Deine Lieblingsfarbe, Deine Glückszahl und Dein Lieblingsessen.

Tony:(lacht) Also, meine Lieblingsfarbe ist Blau, meine Glückszahl (überlegt) ist die 8 und am liebsten esse ich Thai Food.

New-Core:Tony, Danke für das Interview. Ich freue mich auf die Show. Mit welchem Lied fangt Ihr an?

Tony: Mit „Justified Black Eye“. Danke Dir, war nett wieder mit Dir zu plaudern. Bis bald!

OUTRO. Die NO USE Show in München war großartig. Draußen war es klirrend kalt, im Backstage Club tropfte der Schweiß von der Decke. Ein perfekter Konzertabend. Eigentlich hatte ich auch nichts anderes erwartet. Songtechnisch blieben bei NO USE keine Wünsche offen, alle Hits wurden gespielt, die Fans waren glücklich und dankbar. Als ich mir später die Tony Sly Myspace Seite angesehen habe, ist mir aufgefallen, dass einer seiner neuen Solosongs nach der Stadt München benannt ist. „Via Munich“, einer von einigen guten Akustiksachen auf seiner Page. Checkt das mal ab!

Autor: Björn
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